Schneider-Ammann in Budapest
Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann, Vorsteher des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartementes (EVD), wird am 20. Januar 2011 zu einem Arbeitsbesuch nach Ungarn, welches derzeit die EU-Präsidentschaft innehat, reisen. Er wird sich in Budapest mit Wirtschaftsminister György H. Matolcsy und Entwicklungsminister Tamas Fellegi zu offiziellen Arbeitsgesprächen treffen.
Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die Entwicklung der bilateralen Beziehungen, namentlich die Umsetzung der Projekte des Schweizer Erweiterungsbeitrags. Im Beisein von Bundesrat Schneider-Ammann und Minister Fellegi werden in diesem Zusammenhang zwei Projektabkommen im Bereich Infrastruktur unterzeichnet. Diese beiden Projekte werden von der Schweiz mit insgesamt 10.8 Millionen Franken unterstützt und tragen zur Verbesserung der Kontrolle von Abfällen und Emissionen in der Mittleren Donauregion sowie zur Verbesserung der Messung der Schwermetall- und Feinstaubkonzentration in Ungarn bei. Weiter werden die Europapolitik der Schweiz und die Prioritäten der ungarischen EU-Präsidentschaft, die wirtschaftspolitischen Prioritäten sowie verschiedene aktuelle internationale Themen erörtert.
Ungarn ist der drittgrösste Handelspartner der Schweiz in Zentraleuropa. Das gesamte Handelsvolumen belief sich 2005 auf fast 2 Milliarden Franken und entwickelte sich bis 2008 dynamisch. 2009 erfolgte ein krisenbedingter Einbruch und letztes Jahr stagnierte der Handel. Auch die schweizerischen Direktinvestitionen haben sich gut entwickelt; Ende 2009 betrug der gesamte Kapitalstock schweizerischer Investitionen 1,7 Mia. Franken, wodurch Schweizer Firmen rund 33`000 Personen beschäftigen.



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