Libyen: Rebellen laufen Amok
Menschenrechtsgruppen beklagen dass die Zahl der Rachemorde von revolutionären Kräften in Libyen eskaliert. Die Kämpfer des nationalen Übergangsrates terrorisieren z.B. die vertriebenen Bewohner der Küstenstadt Tawergha für die Unterstützung des alten Regimes.
Nachdem die 30.000 Einwohner vertrieben wurden kamen die Rebellen, plünderten die Stadt und brannten sie nieder. Ein NTC- Brigadekommandeur erklärte dass die Bewohner von Tawergha nie wieder zurückkehren sollten. Zeugen, die in andere Teile des Landes geflohen sind, berichten dass die Misrata Rebellen-Milizen auf unbewaffnete Zivilisten schiessen und die verhafteten Häftlinge geschlagen werden. In einigen Fällen sollen diese Schläge zum Tod geführt haben.
Anfang dieses Monats wurden 300 Leichen von Gaddafi Verbündeten in Sirte gefunden, unter ihnen 53 schon verweste Leichen in einem verlassenen Hotel in der Stadt. Ihnen wurden die Hände auf dem Rücken gefesselt und dann mit einem Schuss in den Kopf getötet. Es handelt sich vermutlich um einfache Bewohner von Sirte, die Gaddafi unterstützten. Aufgrund der Körperhaltung und der Schusswunden gehen Experten von Rachemorden aus.



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