Lebenslang für US-Kriegsverbrecher
Der US-Soldat Calvin Gibbs, der für schuldig befunden wurde drei afghanische Zivilisten zur sportlichen Betätigung abgeschlachtet zu haben, ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
Der 26-jährige war der ranghöchste von fünf Soldaten der über den Tod der unbewaffneten Afghanen während Patrouillen in der Provinz Kandahar entschied. In der mündlichen Verhandlung betonte Gibbs dass er an der ersten und dritten Tötungen nicht teilgenommen hätte, räumte aber ein, dass er die Finger der Leichen abgeschniten hätte und den Zahn eines Opfers ausgerissen und als Kriegsbeute behalten hätte.
Die Strafe kann nach 10 Jahren zur Bewährung ausgesetzt werden wovon fest ausgegangen werden kann. Die US-Administration wird hier vorgehen wie im Fall des Massakers von My Lai in Vietnam am 16. März 1968. Die US-Soldaten vergewaltigten Frauen und ermordeten fast alle Bewohner des Dorfes: 503 Zivilisten, davon 182 Frauen, 172 Kinder, 89 Männer unter 60 Jahren und 60 Greise wurden wie Vieh abgeschlachtet. Es wurden sogar sämtliche Tiere getötet.
Lediglich der befehlshabende Offizier William Calley wurde von einem Gericht am 31. März 1971 zu lebenslanger Haft verurteilt, die aber durch US-Präsident Richard Nixon bereits am darauffolgenden Tag in Hausarrest umgewandelt wurde, ehe er ihn 1974 vollends begnadigte.



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