Buchs/SG: Bettlerbanden treiben ihr Unwesen
In letzter Zeit häufen sich die Fälle von osteuropäischen Gruppierungen, die auf Betteltour sind. Zurzeit sind verschiedene Einzelgruppierungen im Gebiet Sarganserland-Werdenberg bis Rheintal unterwegs. Es handelt sich um organisierte Bettlerbanden aus osteuropäischen Ländern, die aus ihren Heimatländern gezielt anreisen.
Diese Personen, meist verwahrlost wirkende Frauen und kleine Kinder, halten sich oft vor Einkaufszentren auf und geben vor, für eine gemeinnützige Organisation zu sammeln. An solchen Orten wird unser Gewissen stärker angesprochen und wir neigen eher dazu, etwas zu spenden. Auch kommen immer mehr Personen, die sich als Studenten ausgeben und versuchen, Geld für ihr Studium zu erbetteln. Zudem gehen Taubstumme von Haus zu Haus und wollen das Mitleid der Bewohner zu erregen, um so zu Geld zu kommen. Bei einer Personenkontrolle aber wurden bei mehreren Taubstummen Handys im Rucksack gefunden. Des Weiteren sind Strassenmusikanten, die nicht wirklich fähig sind, ein Instrument zu spielen, und Rosen- und Schmuckverkäufer auf der Strasse unterwegs.
Das Geschäft mit fiktiven Notlagen muss anscheinend rentieren, sonst würden es nicht so viele Personen probieren. Die Polizei konnte bei Personenkontrollen oftmals grössere Bargeldbeträge feststellen. Dagegen ankommen kann man aber nur, wenn kein Geld mehr gegeben wird. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, zu überprüfen, ob es sich bei den Sammlern wirklich um eine gemeinnützige Organisation handelt oder nicht. Bei Sammellisten ist auch Vorsicht geboten. Bei rechtmässigen Sammelaktionen besteht meistens die Möglichkeit, auch mit Einzahlungsschein zu bezahlen. Ausserdem kann man den Bettlern vorschlagen, mit ihnen Nützliches für den Alltag wie Esswaren einzukaufen und ihnen dieses zu schenken. Man wird spätestens bei der Reaktion auf derartige Vorschläge merken, ob es sich um eine seriöse Sammelaktion handelt.
Wenn man dennoch mittellosen Leuten etwas spenden will, wird empfohlen, dies über eine anerkannte wohltätige Organisation zu tun und nicht auf der Strasse. Die organisierten Bettlerbanden sollten nicht unterstützt werden. Die Polizei hat die Möglichkeit, Ordnungsbussen zu verteilen oder kurzfristige Wegweisungen durchzusetzen.



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