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Sommer 2012 hatte weniger Ozon

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Das regnerische und kühle Wetter im Frühling und Sommer 2012 hatte auch seine guten Seiten. Im Jahr 2012 blieb die Ozonbelastung relativ tief. Vergleichbar tiefe Werte sind letztmals in den Jahren 2008 und 2009 gemessen worden. In den Vorjahren 2010 und 2011 lag die Ozonbelastung höher als 2012. Auch die beiden heissen und sonnigen Phasen im Juli und August vermochten die Ozonkonzentration nicht in die Höhe zu treiben.

Im Sommer 2012 lagen die maximalen Ozonwerte in einer Bandbreite von 139 bis 176 Mikrogramm pro Kubikmeter. Der Stundengrenzwert von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter wurde im Sommer 2012 je nach Standort 20 bis knapp 300 Mal überschritten; gesetzlich ist eine Überschreitung pro Jahr zulässig. Wie gewohnt wurden die höchsten Ozonbelastungen an den beiden ländlichen Höhenstationen Chrischona und Brunnersberg (SO) gemessen. Nur an diesen beiden Stationen addierten sich mehr als 200 Stunden mit übermässiger Ozonkonzentration.

Vergleichbar tiefe Ozonbelastungen wie 2012 wurden im Sommer 2008 und 2009 gemessen. In den Jahren 2010 und 2011 hingegen lag die Ozonbelastung deutlich höher als 2012. Zum Vergleich: Im Sommer 2010 erreichte der Maximalwert 205 Mikrogramm und die Anzahl Grenzwertüberschreitungen lag zwischen 120 und knapp 600 Stunden. Damit ist 2012 das dritte Jahr in Folge mit abnehmender Ozonbelastung, meldet die Bau- und Umweltschutzdirektion BL.

Diese vergleichsweise geringe Ozonbelastung verdanken wir dem - aus lufthygienischer Sicht - günstigen Wetter. Die Bildung von Ozon benötigt neben den Vorläuferschadstoffen (Stickoxid und flüchtige organische Verbindungen) starke Sonneneinstrahlung. Frühling und Sommer 2012 waren geprägt von regnerischem Wetter und wenig Sonnenschein. Es fehlte der "Motor" zur Ozonbildung. Die beiden heissen und sonnigen Phasen im Juli und August 2012 waren zu kurz, um einen längeren Anstieg der Ozonkonzentration zu bewirken.

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