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Arbeiten am Gotthard sind im Zeitplan

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Die NEAT-Aufsichtsdelegation der eidg. Räte (NAD) liess sich an ihrer September-Tagung über den Fortschritt bei den NEAT-Arbeiten informieren. Gemäss aktueller Beurteilung der AlpTransit Gotthard AG (ATG) wird der auf den 15. Oktober 2010 festgelegte Hauptdurchschlag in der Oströhre des Gotthard-Basistunnels dank guter Vortriebsleistungen mit hoher Wahrscheinlichkeit erreicht werden. Der Hauptdurchschlag in der Weströhre ist für April 2011 vorgesehen. Erster Hauptdurchschlag im Gotthard-Basistunnel in Reichweite

Gemäss Aussagen der ATG müssen in der Oströhre zwischen Faido und Sedrun bis zum geplanten Hauptdurchschlag am 15. Oktober 2010 von Süden her noch knapp 420 Meter und von Norden her noch knapp 35 Meter durchbrochen werden. Die erforderliche Vortriebsleitung von gut 13 Metern/Tag von Süden her ist sehr anspruchsvoll. Wenn keine unvorhersehbaren geologischen oder technischen Hindernisse auftreten, kann der Hauptdurchschlagstermin eingehalten werden. Dies zeigt unter anderem der Vergleich mit bekannten Leistungswerten in anderen Abschnitten des Gotthard-Basistunnels.

Die ATG legt grossen Wert darauf, dass bei den Arbeiten auf der verbleibenden Vortriebsstrecke die Einhaltung der Arbeitssicherheit an erster Stelle steht. Der seit Mai 2010 in der Oströhre festgestellte Wasserzutritt hatte den Vortrieb im Sommer behindert. Gemäss ATG hatte dies keine Auswirkungen auf die darüber liegenden Stauanlagen.

Der Hauptdurchschlag in der Weströhre zwischen Sedrun und Faido ist für April 2011 vorgesehen. Anfang März 2010 hatte ein Gesteinsniederbruch in einer geologischen Störzone die Tunnelbohrmaschine zum Stillstand gebracht. Nach Umsetzung geeigneter Massnahmen konnte der Vortrieb nach Sedrun am 23. Juli 2010 wieder aufgenommen und die Störzone bis Ende Juli 2010 durchfahren werden. Der Vortriebsunterbruch von rund 5 Monaten hat keine negativen Auswirkungen auf die nachfolgenden Innenausbauarbeiten.

Betroffen zeigte sich die NAD vom tödlichen Unfall, der sich am 24. Juni 2010 im Tunnel von Faido ereignet hat. In Zusammenarbeit mit der Suva hat die ATG Sofortmassnahmen bei den Baustellenzügen ergriffen. Bisher haben die Bauarbeiten am Gotthard acht Todesopfer gefordert. Die Gesamtzahl der Unfälle (inkl. Bagatellunfälle) auf der Gotthard-Achse liegt leicht unter dem schweizerischen Durchschnitt und ist tendenziell rückläufig.

Beim Gotthard laufen die Installationsarbeiten für die Bahntechnik in der Weströhre bei Bodio plangemäss. Zurzeit wird mit dem Einbau der Fahrbahn begonnen. Im 15 Kilometer langen südlichen Tunnelabschnitt wird ab Mitte 2011 ein Versuchsbetrieb stattfinden. Im Norden laufen die Vorbereitungsarbeiten für die Bahntechnikinstallation, ab Anfang 2012 beginnt auch dort der Einbau. Beim Ceneri hat der Verwaltungsrat der ATG das Bauprojekt Bahntechnik Mitte August 2010 genehmigt. Mit der Ausarbeitung der Ausschreibungsunterlagen soll im Oktober begonnen werden.

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