Rahmenkonzept für Fanarbeit verabschiedet
Auf Einladung von Sportminister Bundesrat Ueli Maurer versammelten sich gestern Vertreter von Sportverbänden, Bund, Kantonen, Städten und von Fanarbeit Schweiz (FaCH) zum achten Runden Tisch gegen Gewalt im Umfeld von Sportveranstaltungen. Sie verabschiedeten das «Rahmenkonzept Fanarbeit in der Schweiz» als Arbeitsgrundlage und Finanzierungsempfehlung für sämtliche Massnahmen im Bereich der präventiven Fanarbeit.
Das «Rahmenkonzept Fanarbeit in der Schweiz» regelt die Koordination und Zusammenarbeit der Beteiligten und beschreibt Modelle einer nachhaltigen Fanarbeit auf lokaler Ebene. Es formuliert methodische Grundsätze der klubbezogenen Fanarbeit (Fandelegierte und Fanverantwortliche als Angestellte oder Mandatsträger der Klubs) und der sozioprofessionellen Fanarbeit (unabhängige Fan- und Sozialarbeitende im Auftrag der öffentlichen Hand und der Klubs), definiert Anforderungsprofile und Aufgaben der verschiedenen Akteure und weist ihnen eine klare Rolle in der Bekämpfung von Gewalt im Umfeld von Sportveranstaltungen zu.
Das Konzept schafft ebenfalls die Basis für die mögliche Schaffung eines nationalen Kompetenzzentrums Fanarbeit. Dieses soll die verschiedenen Akteure vernetzen und begleiten, die Interessen der öffentlichen Hand und der Sportverbände in der Fanarbeit konsolidieren sowie Aus- und Weiterbildungsmodule für die verschiedenen Akteure der Fanarbeit anbieten.
Es ist vorgesehen, dass bis Ende 2012 jeder Klub der Axpo Super League (Fussball) auf der Grundlage des Rahmenkonzepts ein Modell für die Fanarbeit entwickelt. In einem zweiten Schritt sollen die Klubs der Challenge League folgen. Die NL GmbH (Eishockey) beabsichtigt ihrerseits, per Herbst 2010 ein Mandat für Fanarbeit zu vergeben und damit die Klubs der National League A und B beim Aufbau der Fanarbeit zu unterstützen.
Das Rahmenkonzept Fanarbeit Schweiz wurde unter der Leitung von Fanarbeit Schweiz (FaCH) in Zusammenarbeit mit Akteuren aus dem Bereich der Fanarbeit und Verantwortlichen des Bundes und der Sportverbände Fussball und Eishockey entwickelt.



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