Kampagne gegen eine Verdoppelung der Autokosten
Keine Verdoppelung der Autokosten: Mit dieser Forderung lanciert auto-schweiz eine politische Informationsoffensive. Der Verband der Importeure will sich für mehr Transparenz und Kostenwahrheit im Verkehrsdossier einsetzen.
Ziel der Kampagne ist es, die Öffentlichkeit über die heutigen und die geplanten Steuern, Abgaben und Zölle aufzuklären. Max Nötzli, Präsident, und Andreas Burgener, Direktor von auto-schweiz, planen zudem für die eidgenössischen Wahlen im Herbst konkrete Empfehlungen für "verkehrstaugliche" Kandidatinnen und Kandidaten abzugeben.
"Wir fordern eine gerechtere Verkehrspolitik: gerechter bei der Verteilung der Lasten, aber auch gerechter gegenüber der Wirklichkeit", sagte Max Nötzli, Präsident von auto-schweiz, an der Medienkonferenz in Bern. Heute wird rund ein Viertel der den Automobilistinnen und Automobilisten abgenommenen Gelder für den öffentlichen Verkehr verwendet. Die laufenden Projekte der Verwaltung und die Forderungen der Automobilgegner wie Bonus-Malus-System auf Bundesebene, teurere Autobahnvignette, CO2-Abgaben, Erhöhung der Fahrzeugsteuern und andere Ideen führen zu einer massiven Verteuerung der Autofahrkosten.
Autofahren ist und bleibt unentbehrlich
"Diese grüne Komplettvariante wird das Autofahren in der Schweiz doppelt so teuer machen", rechnete auto-schweiz-Direktor Andreas Burgener vor. Bei Annahme einer jährlichen statistischen Fahrleistung von 15'000 Kilometern betragen die staatlichen Kosten für das 2010 am meisten verkaufte Auto 1972 Franken. "Steuern und Abgaben schnellen in den nächsten vier Jahren auf 4357 Franken hoch", zeigte Burgener auf. Dies stehe im Gegensatz dazu, dass rund 80 Prozent der Verkehrsleistungen (gemessen in Personen- und Tonnenkilometern) vom motorisierten Individualverkehr erbracht werden und dass der Strassenverkehr erwiesenermassen seine Kosten selbst deckt.
Die Strasse sei der wichtigste Verkehrsträger, sagte dazu Präsident Max Nötzli, "ohne das Auto - und ohne das Nutzfahrzeug - ginge buchstäblich gar nichts mehr in unserem Land. Die Wahl des Verkehrsmittels ist nämlich keine Glaubensfrage, sondern immer ein zu respektierender Entscheid von Menschen in einer konkreten Situation."



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