MROS: Mehr als tausend Verdachtsmeldungen auf Geldwäsche
Erstmals seit Inkraftsetzung des Geldwäschereigesetzes sind bei der Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) über 1000 Verdachtsmeldungen eingegangen. Das Meldevolumen hat im Vorjahresvergleich um mehr als 29 Prozent zugenommen. Das entspricht dem Trend der letzten Jahre. Die involvierten Vermögenswerte sind auf rund 847 Millionen Franken gesunken. Knapp 71 Prozent aller eingereichten Meldungen stammen von Banken.
Im Berichtsjahr 2010 sind insgesamt 1'159 Verdachtsmeldungen bei der MROS eingegangen. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Zunahme um 29,4 Prozent.
Die höhere Anzahl von Verdachtsmeldungen lässt sich hauptsächlich mit zwei grossen Fallkomplexen erklären, die von Banken gemeldet wurden. Aufgrund einer Vielzahl von gemeldeten Geschäftsbeziehungen haben diese Fälle eine grosse Anzahl von Verdachtsmeldungen generiert. Entsprechend stieg auch der Anteil der von Banken stammenden Meldungen auf knapp 71 Prozent. An zweiter Stelle folgen mit einer Quote von knapp 16 Prozent die Meldungen aus dem Bereich des Zahlungsverkehrs. Dieser wird in der Statistik in die beiden Unterkategorien "Anbieter" und "Money Transmitter" unterteilt. Das Meldevolumen der "Money Transmitter" blieb verglichen mit dem Vorjahr praktisch konstant. Die Meldungen der "Anbieter" haben hingegen stark zugenommen. Die 9,5-prozentige Zunahme der Verdachtsmeldungen aus dem Bereich Zahlungsverkehr ergibt sich somit ausschliesslich aus der Kategorie ,Anbieter".
Bei 55 Prozent der Verdachtsmeldungen können strafbare Handlungen gegen das Vermögen als vermutete Vortat angenommen werden. Wie in den Jahren zuvor ist mit einem Anteil von knapp 39 Prozent wiederum der ,Betrug" die am häufigsten vermutete Vortat.



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