Littering kostet jährlich 200 Mio. Franken
Das gedankenlose Fallen- und Liegenlassen von Abfällen im öffentlichen Raum - so genanntes Littering - stört nicht nur die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung, die Beseitigung dieser Abfälle kostet auch viel Geld, jährlich gesamtschweizerisch rund 200 Mio. Franken. Das zeigt eine neue Studie, die das Bundesamt für Umwelt BAFU in Auftrag gegeben hatte.
Viele Getränke- und Takeaway-Verpackungen, gratis abgegebene Zeitungen und Prospekte, Zigarettenstummel und andere Abfälle landen auf dem Boden anstatt im Abfalleimer. Dieses Phänomen, als "Littering" bezeichnet, lässt die Reinigungskosten der Städte und Gemeinden beachtlich ansteigen und stört überdies die Bevölkerung. Über die Kosten, die das Littering jährlich verursacht, gab es bisher bloss Schätzungen. Nun wurde in einer vom Bundesamt für Umwelt BAFU in Auftrag gegebenen Studie erstmals untersucht, wie hoch die Kosten des Litterings tatsächlich sind, und welche Abfälle besonders häufig auf den Boden statt in den Abfalleimer geworfen werden.
Die BAFU-Studie ,Littering kostet; Fraktionsspezifische Reinigungskosten durch Littering in der Schweiz" zeigt, dass in der Schweiz gesamthaft jährlich rund 200 Mio. Fr. durch Littering anfallen, 150 Mio. Fr. davon im öffentlichen Raum, 50 Mio. Fr. in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Kosten zur Beseitigung dieser Abfälle müssen die öffentliche Hand, d.h. die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, bzw. die Nutzerinnen und Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel aufbringen.



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