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Neue Studie zur Gesundheit der Migrationsbevölkerung

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Den in der Schweiz lebenden Migrantinnen und Migranten geht es gesundheitlich oftmals weniger gut als der einheimischen Bevölkerung. Dennoch beanspruchen sie das Gesundheitswesen nicht überdurchschnittlich. Dies belegen neue Forschungsergebnisse.

Das Bundesamt für Gesundheit und das Bundesamt für Migration haben letzten Herbst zum zweiten Mal die Migrationsbevölkerung zu ihrem Gesundheitszustand befragt (Gesundheitsmonitoring, GMM II). 3000 Zugewanderte aus der Türkei, Portugal, Serbien, dem Kosovo, Somalia und Sri Lanka gaben Auskunft über ihren Gsundheitszustand, ihr Gesundheitsverhalten, ihre Inanspruchnahme medizinischer Dienstleistungen und ihre Gesundheitskompetenz.

Die Resultate zeigen: In der Schweiz sind – wie beim GMM I von 2004 – deutliche Ungleichheiten zwischen der einheimischen Bevölkerung und Migrantinnen bzw. Migranten nachweisbar. Der körperliche und psychische Gesundheitszustand der Befragten ist in vielen Fällen schlechter als derjenige der Einheimischen. Bei der Inanspruchnahme von medizinischen Dienstleistungen konnten hingegen keine systmatischen Unterschiede gefunden werden.

Die Forschungsergebnisse zeigen auf, welche Faktoren den Gesundheitszustand der Befragten beeinflussen. So ist dieser umso besser, je höher das Ausbildungsniveau und die Sprachkompetenz sind. Und Migrantinnen und Migranten, die erst seit kurzer Zeit in der Schweiz leben, sind gesünder als jene, die schon seit längerem hier sind.

Beim Gesundheitsverhalten wurden ebenfalls verschiedene Unterschiede zwischen der einheimischen und der Migrationsbevölkerung sichtbar: Während der Tabakkonsum bei den befragten Migrantengruppen höher ist als bei den Einheimischen, ist ihr Alkoholkonsum tiefer.

Das GMM II ist Teil des Nationalen Programms Migration und Gesundheit 2008-2013. Dieses bezweckt, das Gesundheitsverhalten und den Gesundheitszustand der Migrationsbevölkerung in der Schweiz zu verbessern. Es umfasst neben der Forschung auch Massnahmen in den Bereichen Gesundheitsförderung und Prävention, Bildung und Versorgung im Gesundheitswesen sowie interkulturelles Übersetzen. Das BAG beteiligt sich mit diesem Programm am Integrationsplan des Bundesrates zur Verbesserung der Integration der Migrationsbevölkerung.

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