Kommission gegen die Todesstrafe verlegt Sitz nach Genf
Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey hat heute an der Eröffnung der 4. Versammlung der internationalen Kommission gegen die Todesstrafe in Genf teilgenommen. Sie begrüsste den Entscheid der Kommission, ihren Sitz von Madrid nach Genf zu verlegen, wo sie in die Académie de droit international humanitaire et de droits humains integriert wird.
Die Abschaffung der Todesstrafe ist ein Anliegen, für das sich die Schweiz im Rahmen ihrer Menschenrechtspolitik international stark engagiert. Deshalb unterstützte sie die Initiative Spaniens, eine unabhängige internationale Kommission gegen die Todesstrafe ins Leben zu rufen. Diese wurde anlässlich des 4. Weltkongresses gegen die Todesstrafe im Februar 2010 in Genf ergriffen mit dem Ziel, möglichst viele Länder und Akteure für das Thema zu sensibilisieren und für ein Engagement zu gewinnen.
Die Kommission setzt sich aus hochrangigen Persönlichkeiten aus verschiedenen Ländern zusammen und steht unter dem Vorsitz des Spaniers Federico Mayor Zaragoza. Unterstützt wird sie von einer Begleitgruppe, bestehend aus Vertretern mehrerer Länder, die ab Oktober für ein Jahr vom Schweizer Botschafter für menschenrechtspolitische Fragen, Paul Koller, präsidiert wird.
Die letzte zivile Hinrichtung in der Schweiz wurde an dem dreifachen Mörder Hans Vollenweider im Kanton Obwalden vollzogen. Er wurde am 18.Oktober 1940 in Sarnen, mittels der von Luzern ausgeliehenen Guillotine, hingerichtet.



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