Olympia Eröffnungsfeier: Gepflegte britische Langeweile
Das war grausam. Wohl noch niemals zuvor war eine Eröffnungsfeier eine derart langweilige Veranstaltung. Es war mehr schlecht gemachte Werbung für das brach liegende britische Empire, als eine Party für die sportliche Jugend dieser Welt. Dass unter den Ehrengästen sich Diktatoren und Despoten versammelt hatten war mehr als beschämend.
Die Briten wühlten in Kisten voller alter Erinnerungen und ergossen sich in Belanglosigkeiten. Immerhin konnten sie die Armut die das Stadion umgibt verbergen und hunderttausende Londoner die im Elend leben, waren so wenigstens für ein paar Sekunden, wenn auch ausgeschlossen, im Zentrum des sportlichen Weltgeschehens.
Der Auftittt des Bond Darstellers Daniel Craig, der in einer schlecht inszenierten filmischen Komödie vorgab mit der Queen aus einem Hubschrauber zu springen, war dann nur noch eine an die Konzert-Openings des verstorbenen King of Pop, Michael Jackson, erinnernde billige Kopie. Rowan Atkinson, Mr. Bean, verschaffte den Zuschauern dann wenigstens ein kurzes Erwachen mit seinem Auftritt mit den Londoner Symphonikern.
Dass Muhammad Ali Teil der Zeremonie zusammen mit acht anderen Sportlern war und die olympische Flagge hielt war anrührend aber es machte auch traurig und leider hatte man den Eindruck, dass "The Greatest of alle Times" nicht so recht wusste wo er war und was er dort machen sollte.
So richtig genervt haben die unzähligen Sportler die unablässig mit ihren Cams und Smartphones diese langweilige Veranstaltung auf Photos festhalten mussten. Ein Kameraverbot generell bei derartigen Veranstaltung sollte obligatorisch sein.
Als dann um 0.40 Uhr endlich, nach vielen Minuten grauenhafter Langweile und Berieselung mit britischer Popmusik, die Queen ihren Satz sprach und die Olympiade eröffnete, spürte man geradezu das Aufatmen der Zuschauer, dass diese Party für alte Leute endlich vorbei war. Auch Paul Mc Cartney konnte die Show nicht mehr retten als er seinen Oldie "Hey Jude" trällerte.
Unser Tipp an die Briten: üben, üben und nochmals üben. Vielleicht klappt es dann vielleicht in ca. 150 Jahren bei der nächsten Olympiade in Grossbritannien.



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