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Nur begrenztes Verständnis für Toilettengebühren

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Fast die Hälfte der Schweizer Bevölkerung findet, ein Toilettenbesuch solle nichts kosten. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Léger Schweiz im Auftrag des Monatsmagazins Reader’s Digest hat deutliche Meinungsunterschiede zwischen der Westschweiz und der Deutschschweiz festgestellt.

In den Augen von 43 Prozent der Befragten sind Gebühren für dringende Bedürfnisse fehl am Platz. Ein Obolus stösst allenfalls auf Zustimmung, wenn es um Nichtkunden von Geschäften oder Restaurants geht (40 Prozent der Antworten, Mehrfachantworten möglich). Etwas kleiner ist der Anteil jener Umfrageteilnehmer, die in öffentlichen Toiletten von Parks oder Einkaufsstrassen eine Gebühr akzeptieren (35 Prozent). Auf noch geringeres Verständnis stösst ein Benutzungsgeld in Bahnhöfen (28 Prozent) und auf Autobahnraststätten (25 Prozent). 

Ausgeprägt sind die Mentalitätsunterschiede zwischen der Westschweiz und der Deutschschweiz. Ganze 63 Prozent der Romands möchten für den Toilettenbesuch generell nichts bezahlen müssen – gegenüber lediglich 37 Prozent der Deutschschweizer. Nur 19 Prozent der Westschweizer heissen eine Gebühr für Nichtkunden von Geschäften oder Restaurants gut, 47 Prozent der Deutschschweizer stimmen hingegen zu.

Weniger deutlich, aber immer noch ausgeprägt sind die Differenzen bei den öffentlichen Toiletten von Parks oder Einkaufsstrassen: 25 Prozent der Romands sagen Ja, doch 38 Prozent der Deutschschweizer sprechen sich dafür aus. Einhellig sind die Bewohner des westlichen wie des östlichen Landesteils hingegen der Ansicht, in Zügen oder Flugzeugen sollten die Toiletten unentgeltlich zur Verfügung stehen. Für nur 1 Prozent der Romands und 2 Prozent der Deutschschweizer ist hier eine Abgabe gerechtfertigt.

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