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Gute Nachrichten für Schweizer TV-Streamer: Verbindungsgeschwindigkeit steigt

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Filme, Serien und Shows – wann, wo, und so oft der Zuschauer will: Streaming ist die Zukunft des Fernsehens und gehört inzwischen in immer mehr Haushalten zum Alltag. Für die praktische Technologie müssen jedoch gewisse Voraussetzungen erfüllt sein, die ein reibungsloses TV-Erlebnis ermöglichen – allen voran eine starke und stabile Internetverbindung. Das gilt vor allem für Streaming-Dienste, die ihre Inhalte auch live zur Verfügung stellen. Kunden aus der Schweiz können da von Glück reden, denn hier schreitet der Breitbandausbau überdurchschnittlich gut voran.

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Zahlreiche Länder arbeiten aktuell händeringend an der Etablierung eines Glasfasernetzwerkes für flächendeckendes High-Speed-Internet. Laut einer Studie vom 1. Quartal 2017 belegt Südkorea in puncto Durchschnitts-Verbindungsgeschwindigkeit mit 28,6 Mbit/s Downloadrate den ersten Platz. Auf Platz 5 folgt bereits die Schweiz mit durchschnittlichen 21,7 Mbit pro Sekunde, sogar noch vor Deutschland, das nur auf 15,3 Mbit/s kommt. Damit ist das Schweizer Internet stark genug für TV-Streaming-Anbieter wie Zattoo und Co., deren Dienste eine Mindest-Downloadgeschwindigkeit von 5 Mbit/s erfordern, ideal wären 16 Mbit/s und mehr. Grund für die günstigen Umstände ist die in 2009 erfolgte Einrichtung eines "runden Tisches", an dem Schweizer Telekommunikationsanbieter, Netzbetreiber, Dienstleister und andere Experten aus der Branche regelmäßig über Kooperationen bei der Beschleunigung des Netzausbaus verhandeln.

Was tun, wenn das Internet doch zu langsam ist

Bei den Angaben, die im Vertrag des Anbieters zur Geschwindigkeit gemacht werden, handelt es sich jedoch nur um Durchschnittswerte. Die tatsächliche Verbindungsgeschwindigkeit in einer Region hängt von unterschiedlichen Aspekten ab, etwa von der Entfernung zur jeweiligen Vermittlungsstelle und der Länge der Teilnehmeranschlussleitung. Aus diesem Grund ist es möglich, dass im Internetvertrag mehr versprochen wird als eingehalten werden kann. Wegen unterschiedlichster Störfaktoren (zum Beispiel wird das WLAN von anderen Endgeräten im selben Netzwerk genutzt und ist tendenziell weniger stabil als eine Verbindung per LAN-Kabel) werden die vorhandenen technischen Voraussetzungen für DSL häufig nicht richtig ausgenutzt.

Machen sich Schwankungen oder gelegentliche Verbindungsabbrüche bemerkbar, ist die erste sinnvolle Massnahme ein Speed Test. Dafür müssen Verbraucher keinen Techniker rufen, sondern können die eigene Interverbindung selbstständig, kostenlos und sicher im Internet überprüfen. Mithilfe unterschiedlich grosser Datenpakete wird das Down- und Upload-Tempo des Rechners ermittelt, sodass man diese Werte mit den vertraglich vereinbarten Werten des Internetanbieters vergleichen kann. Im Vorfeld der sollte daran gedacht werden, alle laufenden Programme und Tasks zu beenden und andere, mit dem Internet verbundene Endgeräte vorübergehend vom Netzwerk zu trennen. Fällt das Ergebnis ernüchternd aus, können diese Tipps zur manuellen Erhöhung der Verbindungsgeschwindigkeit helfen. Lässt sich das Problem damit immer noch nicht lösen, sollte man über einen Wechsel des Internetanbieters nachdenken.

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