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Wie weit kommt die Schweiz bei der WM 2018?

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Als Weltranglisten-Achter gehört die Schweiz zwangsläufig zum erweiterten Favoritenkreis bei der Fussball-Weltmeisterschaft 2018. Auch die starken Leistungen in der WM-Qualifikation 2018 haben bewiesen, dass die Nati kommenden Sommer in Russland durchaus in der Lage ist, mitzumischen im Kreis der Topmannschaften. Doch vor der Kür kommt bekanntermassen die Pflicht. Mit Costa Rica, Serbien und Top-Favorit Brasilien hat die Schweiz alles andere als ein einfache Gruppe erwischt. Wir werfen einen Blick auf die Chancen von Xherdan Shaqiri & Co., den Sprung in die K.o.-Phase zu schaffen.

Neun Spiele und lediglich eine Niederlage am letzten Qualifikationsspieltag hätten in nahezu jeder anderen WM-Qualigruppe gereicht, um sich den ersten Platz und damit direkt das WM-Ticket zu sichern. Doch in der Gruppe B landete die Schweiz "nur" auf Platz 2, hinter Portugal und musste in den Playoffs um die WM-Teilnahme zittern. Dort setzte man sich mit einem knappen 1:0-Erfolg in Belfast und einem 0:0-Unentschieden in Basel gegen Nordirland durch.

Bei der WM 2018 wird der Schweiz durchaus eine "Geheimfavoriten-Rolle" zugesprochen. Bereits 2014 in Brasilien hat die Nati gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt und auch in Russland könnte man durchaus erneut den Sprung in die K.o.-Phase schaffen. Einfach wird dies jedoch mit Blick auf die Vorrundengruppe E definitiv nicht.

Brasilien ist der Topfavorit, die Schweiz und Serbien kämpfen um den zweiten Platz

Bei der WM 2014 in Brasilien scheiterte die Schweiz im Achtelfinale nur knapp mit 0:1 in der Verlängerung am späteren Vize-Weltmeister Argentinien. Schon damals hat man unter Beweis gestellt, dass man in der Lage ist, gegen jedes Team auf der Welt zu bestehen. Bei der WM 2018 wird die Schweiz bereits in der Vorrundenphase einen echten Härtetest haben. Mit Blick auf die WM 2018 Wettquoten gehört Brasilien zu den absoluten Topfavoriten kommenden Sommer in Russland - nicht nur wenn es darum geht, die Gruppe E zu gewinnen, sondern auch in Sachen Titelgewinn. Ausgerechnet gegen die Selecao wird die Schweiz in die WM starten, am 17. Juni kommt es dann in Rostow am Don zu dem Duell. Der Sieger dieser Partie hat gute Chancen, sich am Ende auch den ersten Platz in der Gruppe zu sichern.

Fünf Tage später steht in Kaliningrad jedoch das vermeintlich wichtigste Vorrundenspiel für die Schweiz an: Während eine Niederlage gegen Brasilien durchaus verkraftbar wäre, muss die Nati gegen Serbien gewinnen, um sich einen der ersten beiden Plätze in der Gruppe zu sichern. Serbien nimmt erstmals seit 2010 wieder an einem internationalen Turnier statt. Die Mannschaft verfügt dennoch über genügend Qualität in ihren Reihen, was allein die Tatsache zeigt, dass man sich direkt für die WM qualifiziert hat.

Zum Abschluss der Vorrundenphase kommt es dann in Nischni Nowgorod am 27. Juni zum Spiel gegen Costa Rica. Die Zentralamerikaner sind auf dem Papier die vermeintlich einfachste Aufgabe, doch 2014 stand das Team im WM-Viertelfinale und musste sich dort der Niederlande erst 3:4 nach Elfmeterschiessen geschlagen geben. Die Mannschaft zu unterschätzen ist der grösste Fehler, den die Schweiz gegen Costa Rica machen kann. Es wird spannend, zu sehen, wie sich die Schweiz bei der WM 2018 präsentiert und ob man den hohen Erwartungen gerecht wird am Ende.

 

 

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