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Die Schweiz gewinnt Silbermedaille im Melken

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Andreas Utzinger aus Schleinikon ZH und Simon Bach aus Turbach BE konnten im Mehrländerwettkampf im Leistungsmelken am Landwirtschaftlichen Bildungszentrum Echem in Niedersachsen /D für das Schweizer Team den zweiten Platz erkämpfen. Messen mussten sie sich mit den Siegern aus den nationalen Melkwettbewerben in Deutschland, Belgien und Österreich.

Im Rahmen des 35. Bundesmelkwettbewerbes an dem sich 36 junge Melkerinnen und Melker aus ganz Deutschland um den Titel des besten deutschen Melkers schlugen, fand zeitgleich ein Mehrländerwettkampf mit je 2 Teilnehmern aus der Schweiz, Belgien, Österreich und Deutschland statt. Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) führte diesen Wettbewerb in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen am LBZ in Echem durch.

Für den Länderwettkampf wurde im modernen 2 x 24 Side-by-Side-Melkstand auf dem Betrieb der Familie Wiegels in Drage gemolken, die eine Auswahl von ihren 400 Kühen und die Einrichtungen während mehreren Tagen zur Verfügung stellten. Die ausgewählten Kühe für den Wettkampf wurden vorab nach Leistung und Melkbarkeit in möglichst homogene Gruppen eingeteilt. Um eine hohe Vergleichbarkeit zu haben wurde die erreichten Punktzahlen der Teilnehmer mit den Resultaten der von "Testmelkern unter Wettbewerbsbedingungen" im Vorfeld ermittelten Resultaten verglichen.

Leistung in allen Bereichen gefragt

Ein von der DLG-Fachkommission entwickeltes Reglement definiert die einzelnen Wettbewerbsdisziplinen und deren Gewichtung in der Gesamtbewertung. Neben 40 nicht ganz leichten Theoriefragen zur Landwirtschaft, Milchviehhaltung und dem Melken im Speziellen, mussten die Teilnehmer einen Eutergesundheitstest (Milchzelltest) durchführen und dann 12 Kühe melken. Besonders viel Gewicht wurde bei der praktischen Melkarbeit neben der Funktionskontrolle, der Gewandtheit beim Vorbereiten der Kuh und dem Umgang mit dem Melkzeug, der Ansetzzeit, dem Ausmelkgrad und der Melkleistung (kg/min) beigemessen. Die "relativen" Melkzeiten errechnen sich aus den Ansetzzeiten, Melkzeiten und der Milchmenge. Verglichen wurden die erreichten Punktzahlen mit den Referenzzahlen der Testmelker. Die grösste Herausforderung war dabei für die Schweizer Melker, die von Franz Sutter, Profi-Lait, betreut wurden, die Zeit.

Wer wird Sieger?

Spannung pur herrschte bei der Abschlussveranstaltung und der Verkündung der Platzierung im vollbesetzten Schützenhaus in Echem. Entsprechend gross war die Freude des Schweizer Teams über den zweiten Platz im Länderwettkampf (hinter Deutschland) und gefolgt von Belgien und Österrreich. Das Schweizer Team konnte so beweisen, dass die Schweiz über gut ausgebildete, motivierte junge Fachkräfte verfügt.

Neben den wertvollen Erfahrungen rund ums Melken konnten die Teilnehmer über den Tellerrand schauen und neue Kontakte über die Ländergrenzen hinweg knüpfen. Ein interessantes fachliches und gesellschaftliches Rahmenprogramm rundeten die Veranstaltung ab. Somit war die Teilnahme in jeder Hinsicht ein Erfolg für alle Beteiligten.

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