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Schweizer meiden islamische Urlaubsregionen

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Der dritte TCS-Reisebarometer zeigt auf: Geht es nach der Schweizer Bevölkerung gilt beim Reisen das Motto «je näher desto besser». So wurden insbesondere das Tessin, das Wallis und Graubünden in den letzten Jahren als Feriendestination immer beliebter.

Das Ausbleiben grösserer terroristischer Anschläge in klassischen Feriendestinationen macht sich in der Wahrnehmung der Bevölkerung bemerkbar. In der von gfs.bern im Auftrag des TCS durchgeführten Befragung zeigt sich, dass die Bevölkerung die Entwicklung der Sicherheit beim Reisen im Ausland innerhalb der letzten 12 Monate eindeutig positiv bewertet. Beurteilten in den letzten beiden Jahren jeweils rund 35 % der Befragten, dass das Reisen in den letzten 12 Monaten sicherer oder etwas sicherer wurde, so sind es 2019 sogar 46 %.

Je näher desto besser - islamisch geprägte Regionen am unbeliebtesten

Obwohl Ferien im Ausland als attraktiv gelten, sind die nationalen Ferienregionen Tessin, Graubünden und Wallis die Gewinner des diesjährigen Reisebarometers. Sie stehen nicht nur ganz oben auf der Liste der Lieblingsdestinationen, sondern konnten in den vergangenen Jahren kontinuierlich Boden gut machen. Die beliebteste ausländische Reisedestination bleibt Italien, gefolgt von Spanien und Portugal, die in der Beliebtheitsskala ebenfalls weiter zulegen. Als am wenigsten attraktiv werden Destinationen in den islamisch geprägten Regionen Ägypten, Arabische Emirate und Türkei eingeschätzt. Diese Destinationen haben trotz höherem Sicherheitsgefühl und sinkender Terrorangst an Attraktivität als Reisedestinationen eingebüsst.

Politische Proteste und Naturereignisse

Während die Angst vor Terror auf der Welt sinkt, beeinflussen politische Ereignisse, wie die Gelbwesten-Proteste in Frankreich oder die angespannte politische Lage in Südafrika das Reiseverhalten. Frankreich und Südafrika haben entsprechend auf der Beliebtheitsskala der Reisedestinationen stark eingebüsst. Der Hitzesommer verbunden mit dem schönen Wetter in der Schweiz dürfte hingegen dazu beigetragen haben, dass Schweizerinnen und Schweizer weniger in die Ferne verreisten und vermehrt Sommerferien in der Heimat machten.

Internet für die Reiseplanung immer wichtiger

Bei der Planung von Reisen spielt das Internet eine immer wichtigere Rolle. Während 2018 noch 71 % der Befragten Online-Reiseinformationen und Sicherheitshinweise als wichtig empfanden, sind es in diesem Jahr bereits 78 %. Das Internet ist zudem eine wichtige und vertrauenswürdige Quelle für die Reiseplanung geworden. So geben fast 60 % der Befragten an, sie würden ihre Reise aufgrund von Kommentaren und Bewertungen auf Online-Buchungsplattformen planen.


Bild: © AndreyPopov

 

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