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Schweizer Fussball wird immer uninteressanter

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Es kommt einem fast so vor, als wäre der FC Bayern München ein Modell, welches nun auch in der Schweiz vorhanden ist. Die Young Boys Bern konnten mit 91 Punkten, 99 Toren und 20 Zählern vor dem Zweitplatzierten die Meisterschaft gewinnen. Auch wenn der FC Basel weiterhin als Mitfavorit gehandelt wird, ist die Saison 2018/2019 ein Beispiel für den deutschen Fussball, in dem jahrelang nur der FC Bayern München domminierte.

Dieses Phänomen gab es bereits mit dem FC Basel in der Schweiz. Jahrelang konnte dem Team aus Basel kein anderes der Schweiz die Hand reichen, sodass zumeist schon mehrere Spieltage vor dem Saisonende der Gesamtsieger feststand. Dennoch war die Lücke zwischen den Mannschaften der Liga nie so gravierend gross, wie es derzeit der Fall ist.

Keine Trendwende in Sicht

Besonders die ältere Generation der Schweizer Fussballfans wird sich an die Dominanz in den Jahren 1984 bis 1987 erinnern können, in denen der Meister bereits viele Spieltage vor dem Ende der Saison feststand. Generell ähnelt dieser Zeitraum den derzeitigen Verhältnissen am meisten. Zur damaligen Zeit gewannen die Meister im Schnitt knapp 76 Prozent der möglichen Punkte.

Während damals noch 16 Teams in der Nationalliga A vertreten waren, was bei einem Land mit kleinem Reservoir an Talenten eindeutig zu viel ist, sind es inzwischen nur noch sechs Clubs weniger, sodass sich die Anzahl der guten Talente deutlich besser verteilt und man meinen könnte, dass es enger zugehen sollte.

Heute sind die Meister jedoch noch dominanter, als zur damaligen Zeit. Der Rückstand der restlichen Teams zu den Young Boys und Basel ist in den letzten fünf Jahren dauerhaft angewachsen, sodass die Liga alarmiert sein sollte.

Leider deutet derzeit wenig bis nichts darauf hin, dass eine Trendwende in Sicht ist. Auch der finanzielle Aspekt ist dabei ausschlaggebend, dass die Teams aus Bern und Basel weiterhin die Liga domminieren werden. Auch wenn der letztere derzeit einen Sparkurs fährt, kommt nach den beiden Kontrahenten lange Zeit kein Licht. Zu gross ist die Fehlerquote von Vereinen wie Sion oder Zürich, die nur an einem perfekten Tag mit viel Glück ein Unentschieden herausholen könnten.

Liga Reform wurde bereits 2017 abgelehnt

Aufgrund der damaligen Verhältnisse ergriff die Liga Ende der 1980er Jahre eine radikale Lösung, sodass in der Saison 1987/88 die Liga auf zwölf Teams verkleinert wurde. Dazu wurden im Winter die Punkte halbiert und die ersten acht Teams der Hauptrunde, spielten in einer „Finalrunde“ die Meisterschaft aus.

In Folge dessen konnte man beobachten, dass die Dominanz der Meister tatsächlich deutlich geringer wurde. In der Finalrunde konnten die späteren Meister „nur noch“ 64 bis 69 Prozent der möglichen Punkte ergattern, wodurch die Liga wieder deutlich spannender wurde.

Viele Fans der Super League sind der Meinung, dass eine Reform die Super League retten könne. Die Zeichen dafür stehen jedoch schlecht, da erst im Oktober 2017 eine Liga-Reform abgelehnt wurde. Ein neuer Anlauf dürfte also nahezu keine Chancen haben, weil es in der Schweiz kaum genügend Interesse, Geld, Talente und Spieler für mehr als zwölf Teams gibt.

Super League ist nicht die einzige Liga mit einem solchen Bild

Sowohl in England, Spanien, Deutschland, Italien und Frankreich zeigt sich ein ähnliches Bild, wie es derzeit in der Super League ist. Laut einer Studie des CIES Football Observatory ist die Lage in diesen Ländern sogar noch krasser. Im Schnitt holten die Meister der Ligen zwischen 1999 und 2004 rund 70 Prozent der möglichen Punkte. Aktuell ist die Prozentzahl sogar auf 81 gestiegen, sodass auch in diesen Topligen oftmals keinerlei Spannung entsteht.

Dennoch konnte man in der deutschen 1. Bundesliga in dieser Saison beobachten, dass die Teams aufholen. Bis zum letzten Spieltag konnte der BVB den Rekordmeister Bayern bei Laune halten und sorgte somit für ein spannendes Finale. Ein Blick auf die internationalen Wettbewerbe zeigt jedoch, dass auch Deutschland inzwischen weit abgeschlagen scheint. Lediglich die Eintracht aus Frankfurt erreichte in der Europa League das Halbfinale und konnte somit den deutschen Fussball ehrenvoll vertreten.

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Tipps auf die Schweizer Super League

Bereits jetzt können Wettfreunde auf die kommende Super League tippen. Dabei zeigt sich, dass weiterhin kaum jemand den Teams aus Bern und Basel gefährlich werden kann, sofern man nach den Quoten der Buchmacher geht.

Der klare Favorit kommt auch in der nächsten Saison aus Bern und wird von den Baselern verfolgt. Es bleibt natürlich abzuwarten, ob sich Teams noch verstärken oder eine sensationelle Saison spielen. Dies kann im Vorhinein nicht berechnet werden.

Um die Partien der Super League noch spannender zu gestalten greifen viele Jugendliche zu Sportwetten. Auf www.sportwettenbonus.de finden sich zahlreiche Wettanbieter, die Tipps auf die Super League ermöglichen.

 

Bild1: © Didi01/pixelio
Bild2: © scyther5/123rf.com

 

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