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Das Leben, ein moderner Einblick in moderne Zeiten!

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„Was für Zeiten, was für Sitten! O tempora, o mores!“ pflegte Cicero, der römische Staatsmann über den Zeitgeist zu berichten. Dieser laut seiner Definition mentale Zustand geistiger sowie emotionaler Gefühls- und Denkweisen eines eingegrenzten Zeitalters wird heutzutage ohne jedwede Übersetzung selbst in anderen Sprachen seinem Ursprung entlehnt.Schöpfer dieser Wortmetapher war somit der deutschsprachige Dichter und Philosoph Johann Gottfried Herder.

Herder analysierte in seiner Schrift Kritische Wälder oder Betrachtungen, die Wissenschaft und Kunst des Schönen betreffend, nach Massgabe neuerer Schriften den sogenannten Zeitgeist seiner Zeit analysierte. Dabei versuchte er gezielt die Eigenheiten einer Epoche herauszukristallisieren, deren Maxime mit der Französischen Revolution zu einem Modetrend wurden. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass selbst Goethe in seiner Faust. Der Tragödie erster Teil der Meinung war: „Was ihr den Geist der Zeiten heisst, Das ist im Grund der Herren eigner Geist.“

Kommen wir auf die heutigen, modernen Zeiten zu sprechen, werden wir sofort gewahr, dass es die Zeit selbst ist, die den Zeitgeist dieser Epoche bestimmt. Eingegrenzt berichten wir vom Digitalen Zeitalter, dessen soziale Betonung auf die der sozialen Medien beruht.

Die Wahrnehmung der Zeit in der heutigen Zeit!

Die Zeitwahrnehmung, als eine Abfolge von wahrgenommener Veränderung in der Abfolge von verschiedenen Ereignissen wird unter dem Begriff der Zeitwahrnehmung als eine menschliche Kognition beschrieben, die laut Platon somit nur eine von aussen auferlegte Selbstwahrnehmung sein kann. Der Wandel, der dieser Abfolge innewohnt, ist es letztendlich, der Aristoteles dazu veranlasste den Zeitbegriff damit zu definieren.

Heutzutage wird jeder Schritt anhand seiner Effektivität bemessen und möchte uns den Glauben schenken, dass Zeit und Geld sparen mithilfe neuester Technik möglich ist. Dass dies unter gewissen Aspekten betrachtet sogar der Fall ist, kann keiner bestreiten. Verlagert man die Zeitproblematik auf das menschliche Befinden, so lässt sich sehr schnell feststellen, dass ein gewisser Prozentsatz von Usern ihren Alltag wie Getriebene bestreitet.

Einerseits mag dies an der steten Präsenz der Zeit, auf der Suche nach immer neueren Uhren sein, andererseits wissen wir gerade aus solcherlei Uhrenexperimenten, dass die Zeit eigentlich nur relativ sein kann und somit vom Beobachter abhängt.

Der digitale Zeitgeist!

Der digitale Zeitgeist, indem sich der Mensch derzeit befindet, ist als eine physikalische Grösse kaum messbar. Vielmehr wissen wir, dass das menschliche Bewusstsein auf einen Reizentzug mit Tiefenentspannung reagiert, welches zudem das Zeitgefühl massgeblich beeinflusst. Dieses jahrelange angewandte Prinzip der Meditation konnte durch den vom VS-amerikanischen Mediziner und Forscher John C. Lilly durch eine Apparatur namens "Floating Tank" in den 50er Jahren untersucht und bestätigt werden. Diese Form der Reizdeprivation führte zu einer gesteigerten Körperwahrnehmung, die das Zeitempfinden massgeblich mit beeinflusste. Die Zeit beziehungsweise die Zeitwahrnehmung lässt sich somit durch unser Bewusstsein beeinflussen.

Dem Zeitgeschehen wieder zugewandt kann eine bewusste Hinwendung zum gegenwärtigen Moment, das Zeitgefühl verlangsamen und die Betonung auf die Handlung legen. Sinnvoll ist es somit nützliche Funktionen eines neuen Gerätes langsam und mit Interesse durchzuführen und darauf die eigentliche Betonung zu legen. In der Ruhe liegt somit vielmehr die Kraft, die genutzt werden kann, um anderen Tätigkeiten, die man sehr gerne tut, Vorrang zu gewährleisten.

 

Bild: © lkeskinen/123rf.com

 

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