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Komfortzonen für weitere 1700 Kühe für mehr Tierwohl

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Bislang erfüllen rund zwei Drittel der Molkereimilchproduzenten die Anforderungen des Branchenstandards "Nachhaltige Schweizer Milch", 20 Firmen zeichnen ihre Produkte mit "swissmilk green" aus oder bieten sie ihren Kundinnen und Kunden an. Wegen des Standards profitieren bereits einen Monat nach dem Start zusätzlich 1700 Milchkühe von mehr Tierwohl.

Vor fünf Wochen, am 1. September, wurde der Branchenstandard "Nachhaltige Schweizer Milch" gemeinsam mit "swissmilk green" eingeführt. Inzwischen haben sich zwei Drittel der Molkereimilchproduzenten angemeldet, wurden überprüft und halten sich somit nachweislich an dessen Bestimmungen. Gleichzeitig zeichnen 20 Firmen ihre Milchprodukte mit "swissmilk green" aus oder verkaufen sie mit dieser Kennzeichnung.

Auf die Weide oder in den komfortablen Laufstall

Dank dem Standard grasen bis heute zusätzliche 1700 Milchkühe täglich auf der Weide oder leben neu in einem komfortablen Laufstall. Dies, weil sich in den letzten Wochen 70 Milchproduzenten entschieden haben, künftig die Vorgaben von RAUS (regelmässiger Auslauf ins Freie) oder von BTS, der besonders tierfreundlichen Stallhaltung in einem Laufstall, zu erfüllen. Dies ist ein weiterer Schritt hin zu noch mehr Tierwohl in der Schweizer Milchproduktion. RAUS wie auch BTS gehören zum Tierwohlprogramm des Bundes, sind aber für die Tierhalter nicht gesetzlich vorgeschrieben.

Schweizer Kühe erhalten wenig Kraftfutter vorgesetzt

Ein Schweizer Milchproduzent setzt durchschnittlich 90 Gramm Kraftfutter zur Produktion eines Liters Milch ein. In Deutschland und in Italien sind es mit über 200 Gramm mehr als doppelt so viel, in den Niederlanden sind es 165 Gramm, in Frankreich 136 Gramm und in Österreich 119 Gramm. Hauptgrund für den tiefen Schweizer Wert sind die ertrag- und gehaltreichen Kleegrasbestände. Sie liefern den Kühen die nötigen Nährstoffe, wobei die Milchviehhaltung mit Kleegras aufwändiger ist.

In den letzten acht Jahren ist der Verbrauch von energiebetontem Kraftfutter um 15 Prozent gesunken. Die Akteure der Schweizer Landwirtschaft arbeiten daran, ihn weiter zu senken. Auch sollen energiebetonte Futtermittel wie Futterweizen vermehrt im Inland angebaut werden.

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