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Worauf die Schweizer stolz sein können

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Die Bürger jedes Staates sind auf gewisse Weise stolz auf die Errungenschaften ihres Landes. Das gilt selbstverständlich auch für die Schweiz

Und es gibt einiges, für das wir Eidgenossen in aller Welt bewundert werden. Uhren, Schokolade und Käse sind nur drei Produktgruppen, mit denen die Schweiz rund um den Globus positive Assoziationen auslöst. Kein Wunder, dass fast alle Bewohner des Landes Stolz empfinden. Eine Umfrage der Credit Suisse im Jahr 2015 ergab, dass 96 Prozent aller Schweizer stolz oder gar sehr stolz auf ihr Land sind. Das ist eine Steigerung von beinahe 20 Prozent im Vergleich zu 2005.

Vor allem in der Wirtschaft und im Tourismus hat sich in den vergangenen 20 Jahren der Begriff der Swissness durchgesetzt. Er scheint aus dem Englischen zu stammen, ist allerdings eine künstliche Wortschöpfung. Sie bezeichnet auf der einen Seite typische Produkte aus der Schweiz. Auf der anderen Seite bringt sie den Nationalstolz der Schweizer in einem Wort zum Ausdruck. Ihr stärkstes Symbol ist das Schweizerkreuz, das Hersteller gerne auf den Verpackungen ihrer Produkte platzieren.

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Eine der wichtigsten Säulen der Swissness stellen Armbanduhren aus Schweizer Manufakturen dar. Laut Gesetz kann eine Uhr unter anderem nur dann als Original aus der Schweiz bezeichnet werden, wenn ihr Uhrwerk in der Schweiz zusammengesetzt und die Funktionen der Uhr hierzulande überprüft wurden. Zu den bekanntesten Vertretern gehören Schweizer Uhren von Breitling. Die Manufaktur wurde im Jahr 1884 von Léon Breitling gegründet. Sie machte sich ab 1936 einen Namen, da sie für die Royal Air Force Borduhren mit Leuchtziffern herstellte. Im Jahr 1958 produzierte Breitling seine erste Taucheruhr. Zudem ist das Unternehmen regelmässig im Sportbereich tätig. So betreibt es ein Triathlon-Team, dem mit dem Deutschen Jan Frodeno einer der erfolgreichsten Triathleten aller Zeiten angehört. Auch in der Unterhaltungsbranche ist Breitling vertreten; die so genannte Cinema Squad besteht aus den Schauspielern Brad Pitt, Adam Driver und Charlize Theron.

Ein beliebtes Schweizer Produkt ist auch Ovomaltine. Das Pulver, das hauptsächlich aus Malzextrakt besteht, wurde 1904 erstmals auf den Markt gebracht. Der Unternehmer Georg Wander und ein gewisser Dr. Lanwer haben es ursprünglich entwickelt, um geschwächten Menschen wieder auf die Beine zu helfen. Allerdings änderte sich die Werbestrategie der Wander AG mit der Zeit, und bald wurde das Getränk, das aus dem Pulver hergestellt werden kann, als Getränk für die ganze Familie vermarktet. Heute gibt es Ovomaltine längst nicht nur als Pulver, sondern auch in Form von Keksen, Schokolade, Müsli und anderen Produkten.

Die Bezeichnung «Schweizer Schokolade» ist geschützt und kann nur für Produkte verwendet werden, die tatsächlich in der Schweiz hergestellt wurden. Seit dem 17. Jahrhundert wird hierzulande Schokolade hergestellt. Die älteste Schokoladenfabrik mit Industriefertigung in der Schweiz wurde 1819 in Vevey errichtet. Sie gehörte zum Unternehmen Cailler, das bis zum Ersten Weltkrieg der umsatzstärkste Schokoladenhersteller der Schweiz war. Mittlerweile sind vor allem Firmen wie Lindt, Sprüngli, Suchard und Tobler weltweit bekannt. Suchard stellt seit 1901 Milka her, Tobler ist für die Toblerone bekannt. Die charakteristische Schokolade in Dreiecksform wird nach wie vor in Bern hergestellt. Die Toblerone ist so beliebt, dass der Warentrenner auf dem Laufband im Supermarkt von vielen Menschen als «Kassentoblerone» bezeichnet wird.

Bild: © Artem Zakharov/123rf.com

 

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