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Was sich junge Schweizer wünschen

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Karriere und Geldverdienen sind für junge Erwachsene nicht so wichtig wie Familie und Freunde. Eine deutliche Mehrheit der Leute zwischen 18 und 30 Jahren wünscht sich in den nächsten zehn Jahren vor allem eine gute Partnerschaft und eine eigene Familie. Unter Männern ist dieser Wunsch allerdings weniger ausgeprägt als unter Frauen. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage des Internet-Vergleichsdienstes comparis.ch.

Wer jung ist, hat das Leben noch vor sich. Doch was für ein Leben stellt man sich genau vor, wenn man seine Ausbildung abgeschlossen hat und voller Tatendrang in den Berufsalltag einsteigen möchte? Es ist ein Leben mit einer eigenen Familie und mit Freunden, auf die man sich verlassen kann. Dies hat eine Umfrage des Internet-Vergleichsdienstes comparis.ch ergeben. Das Marktforschungsinstitut GfK befragte im Auftrag von comparis.ch im Juli 2011 insgesamt 1009 junge Männer und Frauen zwischen 18 und 30 Jahren. Die repräsentative Umfrage wurde online in der Deutschschweiz und der Romandie durchgeführt.

Auf die Frage, was ihnen in den nächsten zehn Jahren am wichtigsten sei, nennen mit Abstand am meisten junge Erwachsene Familie, Partnerschaft und Freunde. Für 55 Prozent ist dies der bedeutendste Wunsch. Demgegenüber nennen bloss je rund 20 Prozent eine berufliche Karriere oder die Erfüllung persönlicher Wünsche als grössten Traum. «Das soziale und familiäre Umfeld gilt nach wie vor als der wichtigste Faktor, um sich glücklich zu fühlen», sagt Richard Eisler, Geschäftsführer von comparis.ch.

Für junge Männer ist die Karriere wichtiger als für Frauen Interessante Erkenntnisse liefert eine Aufschlüsselung nach dem Geschlecht der befragten Personen. Weitaus mehr Frauen als Männer stellen die Familie und die Freunde ins Zentrum ihrer Wünsche. Bei den Frauen sind es zwei Drittel, bei den Männern nicht einmal die Hälfte. Mit Beruf und Karriere verhält es sich umgekehrt: Diese Wünsche sind für die Männer (29 Prozent) wichtiger als für die Frauen (14 Prozent). «Ein Stück weit bestätigt dieses Ergebnis die verbreiteten Klischees. Allerdings sind lange nicht alle Männer karriereversessen: Immerhin sehnt sich jeder zweite junge Mann nach einer eigenen Familie», führt Eisler aus.

Mit zunehmendem Alter verschieben sich die Vorstellungen leicht. Die jüngere Altersgruppe der befragten Personen tendiert noch dazu, Beruf und Karriere stärker zu gewichten. Rund ein Drittel oder 31 Prozent der Befragten zwischen 18 und 24 Jahren gibt eine Karriere als Hauptwunsch für die nächsten zehn Jahre an, während es bei den 25- bis 30-Jährigen lediglich 12 Prozent sind. Dagegen erachtet weniger als die Hälfte (44 Prozent) der jüngeren Befragten die Familie und einen verlässlichen Freundeskreis als wichtigsten Wunsch; bei den älteren Befragten sind es jedoch zwei Drittel (66 Prozent).

Fast alle Wünsche als «wichtig» eingestuft In der Comparis-Umfrage äusserten sich die jungen Erwachsenen zudem zu einer Anzahl konkreter Wünsche. Anhand einer Skala konnten sie angeben, wie wichtig oder wie unwichtig für sie diese Wünsche sind. Praktisch alle Wünsche wurden als «wichtig» eingestuft. Besonders aufschlussreich ist, welche Themen die jungen Erwachsenen, von denen viele an der Schwelle zum Berufsleben stehen, als unbedeutend einstufen. Es sind nämlich ausschliesslich Lebensziele aus der Berufswelt: 31 Prozent der Befragten nennen «eine Führungsposition übernehmen», 13 Prozent erachten «viel Geld verdienen» als unwichtig.

Auch bei diesen «Unwichtig»-Nennungen unterscheiden sich die Antworten je nach Geschlecht: Für Frauen ist eine Führungsposition auffallend häufiger unwichtig (37 Prozent) als für Männer (24 Prozent).

Glücklich sein als Hauptwunsch Nach der Einstufung anhand der Skala wurde den jungen Erwachsenen auch die Stichfrage gestellt, welcher der genannten einzelnen Wünsche ihnen persönlich am wichtigsten sei. Aus der Grafik 3 geht hervor, dass hier der generelle Wunsch dominiert, «glücklich» (26 Prozent) und «gesund» zu sein (19 Prozent), gefolgt von Partnerschaft, Familie (je 16 Prozent) und Freundeskreis (8 Prozent). Alle anderen Wünsche erhielten weitaus weniger Nennungen. «Auch dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass junge Berufsstarter mehr Wert auf ihr soziales und familiäres Umfeld als auf ein berufliches Vorwärtskommen legen», sagt Eisler.

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