UNICEF: Ein deutliches «Nein» zu Gewalt an Mädchen
Gestern, am internationalen Tag der Menschenrechte, machten rund 300 Menschen in der Zürcher Altstadt aufmerksam auf die weltweite Gewalt an Mädchen. Unterstützt von prominenten Persönlichkeiten aus Kultur und Politik und gemeinsam mit UNICEF bildeten sie eine Menschenkette vom Helmhaus über die Münsterbrücke und entlang dem linken Limmatufer, um ihre Solidarität mit Opfern von Gewalt auszudrücken und persönlich dagegen zu protestieren.
Als Teil ihrer Herbstkampagne «Stopp-Gewalt-an-Mädchen» und zum Schlusspunkt der schweizweiten Aktion «16 Tage gegen Gewalt» hatte UNICEF dazu aufgerufen, sich durch das Einstehen in der Menschenkette mit Gewaltopfern zu solidarisieren.
«Ich stehe hier, weil wir zu oft wegschauen, wenn es um Gewalt geht», erklärte Schauspieler und UNICEF-Sonderbotschafter Anatole Taubman stellvertretend für andere sein Engagement. «Als Vater von drei Mädchen macht es mich wütend und traurig zugleich, wenn ich mir vor Augen führe, welchem Ausmass von Gewalt Mädchen weltweit ausgesetzt sind. Wir müssen hinschauen und handeln.»
Ebenfalls Teil der Kette waren die Stadträtin Claudia Nielsen, die Kantonsrätin Gabi Petri, Vertreterinnen und Vertreter der Zürcher Frauenzentrale und verschiedener Parteien.
«Diese Kette ist ein unübersehbares Zeichen der Solidarität», freute sich Elsbeth Müller, Geschäftsleiterin von UNICEF Schweiz, «und wir hoffen, dass sich dadurch viele Menschen motivieren lassen, sich gemeinsam mit UNICEF dafür einzusetzen, dass Mädchen weltweit vor Abtreibung, Vernachlässigung, Zwangsheirat und sonstiger physischer und psychischer Gewalt geschützt werden.» Mit dieser Aktion werde auch eine Botschaft und Aufforderung an die UNO Berichterstatterin über Gewalt an Kindern, Marta Santos Pais, übermittelt, alles zu unternehmen, um Kinder künftig wirksam zu schützen.



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