Rückführungssysteme Tankstellen: 25 Prozent mangelhaft
Das Lufthygieneamt beider Basel (LHA) kontrolliert zurzeit die Rückführsysteme für Benzindämpfe an Tankstellen. Von bislang 30 überprüften Tankstellen erfüllen rund 25 Prozent die erforderlichen Grenzwerte nicht. Dies widerspiegelt den gesamtschweizerischen Trend.
Beim Betanken eines Fahrzeugs entweichen - bei fehlender oder nicht funktionstüchtiger Benzingasrückführung - die Benzingase in die Atmosphäre. Pro Liter Benzin wird so ein Liter Benzingas emittiert; dies entspricht 1g flüchtiger organischer Verbindungen (VOC). Dasselbe findet beim Befüllen des Tankstellentanks durch Tanklastwagen statt.
Die Gasrückführung oder Gaspendelung bezweckt, dass die Benzingase statt in die Atmosphäre ausgeblasen in den leer werdenden Tank zurückgeführt werden. Vor der Sanierung der Tankstellen in den 90er Jahren wurden jährlich rund 650 Tonnen VOC durchs Betanken freigesetzt; dies entsprach rund 3% der Gesamtemissionen. Heute sind sämtliche Tankstellen mit Gasrückführungen ausgerüstet. Bei leicht gestiegenem Benzinumsatz werden im 2010 rund 60 Tonnen VOC emittiert (1% der Gesamtemissionen).
Bislang sind 30 Tankstellen - von rund 300 in BL und BS - gemessen worden; bei 25% sind Grenzwertüberschreitungen festgestellt worden. Mangelhafte Systeme werden umgehend beanstandet. Die Messungen werden bei den restlichen Tankstellen weitergeführt, da Mängel sofort erkannt und behoben werden können und andererseits in direktem Kontakt auf die Betriebe Einfluss genommen werden kann.



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