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Schulaustretende 2011 - Deutlich mehr freie Lehrstellen

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Der Trend zur Entspannung des Lehrstellenmarkts setzt sich im Kanton Bern fort. Mit Stichtag 1. Juni 2011 waren im deutschsprachigen Kantonsteil 742 Jugendliche (Vorjahr: 764 Jugendliche) noch ohne eine Anschlusslösung. Dies zeigt die jährliche Umfrage der Berufsberatung. Deutlich erhöht hat sich die Zahl freier Lehrstellen: Ende Juni wurden in der Datenbank der Berufsberatung 654 Lehrstellen aus 160 Berufen registriert (Vorjahr: 502 Lehrstellen).

In der Umfrage der Berufsberatung wurden 12'050 Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen befragt. Im Juni sind noch 742 Jugendliche (Vorjahr 764) im deutschen Kantonsteil ohne Anschlusslösung. Dabei ist zu beachten, dass noch bis Ende August neue Lehrverträge abgeschlossen werden können und Eintritte in Brückenangebote möglich sind.

Die häufigste Übertrittslösung ist nach wie vor der Beginn einer Berufslehre. Insgesamt werden 5'790 Schulaustretende oder 48 Prozent eine berufliche Grundbildung beginnen (Vorjahr: 5'951 bzw. 48%). Aus dem 9. Schuljahr beginnen 4'099 Jugendliche oder 44 Prozent (Vorjahr: 4'210 oder 44%) eine Lehre, aus einem Brückenangebot 1'574 Jugendliche oder 64,5 Prozent (Vorjahr: 1'620 oder 64%). Der Direkteinstieg in eine berufliche Grundbildung ist unterschiedlich je nach Schultypus.

Bei den Sekundarschülerinnen und -schüler liegt er bei 61 Prozent (gleich wie Vorjahr), bei den Realschüler/innen bei 46 Prozent (Vorjahr: 47%) und bei den Klassen für besondere Förderung (KbF) bei 35 Prozent (gleich wie Vorjahr). Eine deutlich tiefere Übertrittsquote in eine qualifizierende Anschlusslösung haben Jugendliche ausländischer Herkunft. Sie beträgt 30 Prozent (gleich wie Vorjahr).

Vom 9. Schuljahr ins Gymnasium übertreten wollen 2'066 Jugendliche oder 22 Prozent (Vorjahr: 1'928 oder 20%). 236 Jugendliche oder 2,5 Prozent (Vorjahr: 291 oder 3%) wechseln an eine Handels- oder Handelsmittelschule. 177 Jugendliche oder 1,9 Prozent (Vorjahr: 159 oder 1,7%) besuchen eine Fachmittelschule. Ein berufsvorbereitendes Schuljahr steht für 1'600 Jugendliche oder 17 Prozent (Vorjahr: 1668 oder 17,5%) der Neuntklässlerinnen und -klässler an. 435 Jugendliche oder 4,6 Prozent (Vorjahr: 425 oder 4,5%) gehen in ein privates 10. Schuljahr und 379 Jugendliche oder 4 Prozent (Vorjahr: 421 oder 4,5%) wählen ein praktisches Zwischenjahr.

Kaufmännische Berufe am meisten gefragt


Wie in den vergangenen Jahren haben auch dieses Jahr die angehenden Berufsleute am häufigsten den Beruf der Kauffrau bzw. des Kaufmanns gewählt. Auf den nächsten Rängen folgen bei den jungen Frauen die Ausbildungen zur Fachfrau Gesundheit, Detailhandelsfachfrau, Fachfrau Betreuung und Köchin. Bei den jungen Männern stehen Polymechaniker, Informatiker, Elektroinstallateur und Koch besonders hoch im Kurs. Neu in diesem Jahr angeboten wird die zweijährige Grundbildung zur Assistentin bzw. Assistenten Gesundheit und Soziales. 60 Lehrstellen stehen hier zur Verfügung.

Noch viele offene Stellen

Ende Juni waren noch 654 freie Lehrstellen aus 160 Berufen (Vorjahr: 502 Lehrstellen) in der Datenbank der Berufsberatung registriert. Erfahrungsgemäss werden bis im August noch Lehrverträge abgeschlossen. Besonders viele freie Lehrstellen gibt es im Detailhandel, im Gastgewerbe, in der Nahrungsmittelverarbeitung und Baugewerbe. Auch mehrere Polymechaniker-Lehrstellen sind noch nicht besetzt. Die offenen Lehrstellen finden sich im Internet.

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