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Deutlich weniger Gäste und Übernachtungen im Jahr 2009

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Die Hotellerie im Kanton St.Gallen und in den vier St.Galler Destinationen Ferienregion Heidiland, St.Gallen-Bodensee, Toggenburg und Zürichsee spürte im Jahr 2009 deutlich die Auswirkungen der Wirtschaftskrise. Zu diesem Ergebnis kommt die Fachstelle für Statistik des Kantons St.Gallen im "Jahresbericht 2009 zum Aufenthaltstourismus", der als Ausgabe Nr. 30 in der Reihe "Statistik Aktuell" er-scheint. Die Zahl der Gästeankünfte lag gemäss dieser Publikation sowohl im Gesamtkanton als auch in allen Destinationen unter dem Wert des Vorjahres.

Den stärksten Rückgang der Ankunfts- und Logiernächtezahlen gegenüber dem Jahr 2008 verzeichneten die beiden städtischen Destinationen St.Gallen-Bodensee und Zürichsee. St.Gallen-Bodensee verbuchte sieben Prozent weniger Ankünfte und dreizehn Prozent weniger Logiernächte als im Vorjahr, während die Rückgänge am Zürichsee jeweils rund neun Prozent betrugen. Im Toggenburg unterschritten Ankünfte und Logiernächte die Vorjahreswerte um drei bzw. sechs Prozent. Die Ferienregion Heidiland verzeichnete zwar stagnierende Ankünfte, aber sieben Prozent mehr Logiernächte als im Vorjahr.

Aufenthaltsdauer blieb konstant

Nur wenig Veränderung gab es hinsichtlich der Aufenthaltsdauer der Gäste in der Hotellerie. Die Übernachtungsgäste verbrachten im Jahr 2009 wie im Vorjahr durchschnittlich 2,3 Tage im Kanton. Einzig in der Ferienregion Heidiland hat sich die Aufenthaltsdauer gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht.

Aufgrund des starken Nachfragerückgangs waren die vorhandenen Betten und Zimmer in drei der vier Destinationen sowie im Gesamtkanton wesentlich weniger ausgelastet als noch im Jahr 2008. Die Ferienregion Heidiland konnte hingegen einen leichten Anstieg der Betten- und Zimmerauslastung verzeichnen.

Deutsche Gäste immer wichtiger


In drei der vier Destinationen entfiel das Gros der Logiernächte im Jahr 2009 auf die einheimischen Gäste. Ihr Anteil am Total der Logiernächte lag zwischen 53 (St.Gallen-Bodensee) und 67 Prozent (Toggenburg). Am Zürichsee gab es mit 46 Prozent weniger Logiernächte von einheimischen als von ausländischen Gäste. Weiter zugenommen hat mit Ausnahme des Toggenburgs die zuvor schon hohe Bedeutung der Gäste aus Deutschland. Auf sie entfielen in allen vier Destinationen jeweils mehr als 20 Prozent der Logiernächte.

Saisonale Schwankungen im Toggenburg am stärksten


Eine vertiefende Analyse zur Saisonalität der Nachfrage ergab, dass alle vier St.Galler Destinationen in beachtlichem Umfang mit saisonalen Schwankungen konfrontiert sind. Für Toggenburg und Ferienregion Heidiland sind dabei zweigipflige Saisonverläufe mit Nachfragespitzen im Februar und im Sommer charakteristisch. Zürichsee und St.Gallen-Bodensee weisen dem hingegen einen eingipfligen Saisonverlauf mit Nachfragespitzen zwischen Mai und Oktober auf, wobei St.Gallen-Bodensee im Monat Juli ferienbedingt regelmässig einen deutlichen Nachfragerückgang gegenüber den Nachbarmonaten verzeichnet.

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