Thurgau: Mehr Passagiere in Bus und Bahn
Im Jahr 2010 reisten 31 Millionen Passagiere auf den Bahn- und Buslinien im Kanton Thurgau. Das sind zwei Millionen oder sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Die Bahnen beförderten 5,7 Prozent mehr Passagiere. Die Zunahme bei den regionalen Buslinien betrug gar 12,6 Prozent.
25 Millionen Passagiere zählten die Bahnunternehmen im 2010, was einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr von 1,3 Millionen oder 5,7 Prozent entspricht. Damit erreichten die thurgauischen Bahnlinien nahezu die gesamtschweizerische SBB-Steigerungsrate von sechs Prozent. In den Schnellzügen waren 7,3 Millionen, in den Regional- und S-Bahnzügen 17,4 Millionen und auf den Nachtnetzzügen 0,3 Millionen Reisende unterwegs.
Die regionalen Buslinien beförderten sechs Millionen Passagiere oder 0,7 Millionen mehr als im Vorjahr, was einer überdurchschnittlichen Zunahme von 12,6 Prozent entspricht. Die stärksten Nachfragesteigerungen verzeichneten die Schnellzugslinie Winterthur – Weinfelden (+ 215'000) und Weinfelden – Konstanz (+ 172'000) sowie die Regionalzugslinien Winterthur – Wil (+ 200'000) und Romanshorn – St. Gallen (+ 136'000).
Ausbau trägt Früchte
Zwischen 2005 und 2010 stieg die Nachfrage bei den Bahn- und Buslinien im Kanton Thurgau um 9,2 Millionen Passagiere oder 42 Prozent. Die jährlichen Zuwachsraten lagen in den letzten Jahren durchwegs über jenen des Strassenverkehrs. Diese positive Entwicklung im öffentlichen Verkehr ist auf die Bevölkerungszunahme im Kanton Thurgau (+ 5,6 Prozent gegenüber 2005) und ganz besonders auf die kontinuierlichen Fahrplanverbesserungen der letzten Jahren zurückzuführen. Die Investitionen von Bund, Kanton und Gemeinden in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs zahlen sich nun aus.
Ziel: durchgehender Halbstundentakt
Als Besteller des Regionalverkehrs beabsichtigt der Kanton Thurgau, das Angebot in den nächsten Jahren weiter zu verbessern mit dem Ziel, die Standortattraktivität des Kantons weiter zu steigern und den Anteil des öffentlichen Verkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen zu erhöhen. Bis 2015 sollen die meisten Bahnlinien und die wichtigsten Buslinien von 6 Uhr morgens bis um Mitternacht im Halbstundentakt verkehren.
Die Stadtbusbetriebe in Frauenfeld und Kreuzlingen beförderten im vergangenen Jahr drei Millionen Passagiere. Während der Stadtbus Frauenfeld die Zahl der Reisenden um 39'000 auf 1,9 Millionen Passagiere steigern konnte, musste der Stadtbus Kreuzlingen einen Rückgang um 84'000 auf 1,1 Millionen Passagiere in Kauf nehmen.



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