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Kanton Thurgau: Sechs Kinder einer Familie an Masern erkrankt

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Sechs von zehn Kindern einer Familie aus Müllheim sind an Masern erkrankt. Eines der Kinder, ein sechsjähriges Mädchen, leidet zudem an einer Lungenentzündung als Komplikation. Es ist zurzeit in der Kinderklinik Münsterlingen, wo es isoliert worden ist. Auch die anderen erkrankten Kinder sind an ihrem Wohnort isoliert worden.

Am 3. April klagte der 20-jährige Bruder des Mädchens über ansteigendes Fieber. Die Abklärung beim Hausarzt ergab, dass der junge Mann an Masern erkrankt war. In der Zwischenzeit sind sechs der zehn Kinder der Familie angesteckt worden. Das sechsjährige Mädchen musste wegen einer zusätzlichen Lungenentzündung in die Kinderklinik Münsterlingen gebracht werden.
 
Die Familie hat sich beim Besuch eines Gottesdienstes einer religiösen Vereinigung am 26. März in der Rüegerholzhalle in Frauenfeld angesteckt. Am 12. April erhielt der kantonsärztliche Dienst vom Amtsarzt in Waldshut (Deutschland) die Mitteilung, dass ein Masernpatient aus Waldshut an diesem Gottesdienst in Frauenfeld teilgenommen hatte.
 
Weitere Masernfälle im Kanton Thurgau sind dem kantonsärztlichen Dienst derzeit nicht bekannt. Der Kantonsarzt rät jedoch Personen, die Masernsymptome haben, sowie denjenigen Personen, die den besagten Gottesdienst besucht haben und ebenfalls an Masern erkrankt sind, sich auch nachträglich bei ihrem Hausarzt zu melden, zumal es sich bei den Masern um eine meldepflichtige Krankheit handelt.
 
Die Masern sind eine durch das Masernvirus hervorgerufene, hoch ansteckende Infektionskrankheit, die vor allem Kinder betrifft. Neben den typischen roten Hautflecken ruft die Erkrankung Fieber und einen erheblich geschwächten Allgemeinzustand hervor. Es können außerdem in manchen Fällen lebensbedrohliche Komplikationen wie Lungen- und Hirnhautentzündungen auftreten. Eine spezifische Therapie existiert nicht, der Erkrankung und somit auch den Komplikationen kann jedoch durch Impfung ab dem zwölften Lebensmonat vorgebeugt werden.

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