Jede/r zehnte Luzerner Betagte nimmt Spitex in Anspruch
Die 42 öffentlichen oder gemeinnützigen Spitex-Organisationen im Kanton Luzern pflegten und betreuten im Jahr 2009 insgesamt gut 8'600 Personen, 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit beanspruchten über 2 Prozent der Luzerner Bevölkerung Spitex-Leistungen, bei den Betagten waren es 10 Prozent. Das Leistungsvolumen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um gut 5 Prozent auf rund 462'400 Stunden, wie LUSTAT Statistik Luzern mitteilt.
Seit acht Jahren nimmt die Zahl der Klientinnen und Klienten der öffentlichen und gemeinnützigen Spitex-Organisationen im Kanton Luzern stetig zu. 2009 beanspruchten 8'640 Personen Spitex-Leistungen in der Pflege und in der Hauswirtschaft/Sozialbetreuung, 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. 5'797 Personen waren 65 oder mehr Jahre alt. 27,6 Prozent der Luzerner Spitex-Klientinnen und -klienten bezogen sowohl Pflege- als auch Hauswirtschaftsleistungen, mit steigender Tendenz. Dieser Anteil nimmt mit zunehmendem Alter der Klientinnen und Klienten zu: während bei den unter 40-jährigen rund 13 Prozent sowohl Pflege- als auch Hauswirtschaftsleistungen bezogen, betrug dieser Anteil bei den über 80-jährigen rund 34 Prozent.
Leistungsvolumen steigt weiter
Die öffentlichen und gemeinnützigen Spitex-Organisationen im Kanton Luzern verrechneten 2009 insgesamt 462'388 Einsatzstunden. Mehr als drei Fünftel davon wurden in der Pflege erbracht (287'602 Stunden). Mit einer Zuwachsrate von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr setzte sich in diesem Kernbereich eine seit 1999 anhaltende Wachstumsphase fort. Das Personal betreute insgesamt 5'963 Menschen pflegerisch und verwendete demzufolge auf eine Klientin, einen Klienten durchschnittlich 48,2 Stunden. Damit verlängerte sich der Pro-Kopf-Zeitaufwand im Vergleich zum Vorjahr um zwei Stunden.
Die hauswirtschaftlichen und sozialbetreuerischen Leistungen haben in den letzten zwei Jahren wieder zugenommen, dies nach einem Rückgang während neun Jahren. 2009 erbrachten die Luzerner Spitex-Organisationen in diesem Bereich 174'786 Stunden, 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr und 4,5 Prozent mehr als 2007. Insbesondere Hochbetagte beziehen vermehrt Leistungen im Bereich Hauswirtschaft/Sozialbetreuung.
Spitex-Personal wird älter
Im Jahr 2009 teilten sich bei den öffentlichen und gemeinnützigen Spitex-Organisationen im Kanton Luzern 1'020 Personen insgesamt 450 Vollzeitstellen (inkl. Administration und Einsatzleitung). Damit waren über 100 Angestellte (+12,6%) mehr beschäftigt als 2005, im Jahr als diese Zahl in den letzten zehn Jahren am tiefsten war. Gemessen in Vollzeitäquivalenten ist die Stellenzahl in dieser Zeitperiode noch deutlicher angestiegen, nämlich um 81 Vollzeitstellen (+21,9%).
Mehr als ein Drittel der 883 Spitex-Angestellten, die 2009 direkt vor Ort bei den Klientinnen und Klienten im Einsatz waren, zählten zu den 50- bis 64-Jährigen, und 2 Prozent waren 65 Jahre und älter. Der Anteil der unter 35-Jährigen machte 20,4 Prozent aus. Er ist in den letzten Jahren kleiner geworden; 2000 machten die unter 35-jährigen Angestellten 22,0 Prozent aus. Gleichzeitig ist der Anteil der 50- bis 64-Jährigen gewachsen, von 30,8 Prozent (2000) auf 36,8 Prozent (2009).
Knapp 43 Prozent der Vollzeitstellen waren 2009 mit Pflegefachpersonal besetzt. Dieser Anteil steigt seit Jahren mehr oder weniger stetig an (2000: 35,3%; 2005: 41,2%).
Über die Hälfte des Ertrags aus Dienstleistungen
Im Jahr 2009 betrug der Gesamtaufwand der öffentlichen und gemeinnützigen Spitex-Organisationen im Kanton Luzern 46,2 Millionen Franken, 6,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Personalkosten beliefen sich auf 38,3 Millionen Franken, was 82,9 Prozent des Gesamtaufwandes entsprach. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Personalkosten um 2,5 Millionen Franken an (+6,9%).
Die Einnahmen beliefen sich auf 45,9 Millionen Franken, insgesamt 2,8 Millionen mehr als im Vorjahr. Über die Hälfte davon (23,2 Mio. Fr.) erwirtschafteten die Spitex-Organisationen mit ihren Dienstleistungen. 45,6 Prozent respektive 20,9 Millionen Franken des Gesamtertrages der öffentlichen und gemeinnützigen Spitex-Organisationen stammten aus Gemeindebeiträgen. Der Gemeindeanteil hat sich während der letzten fünf Jahre mehr als verdoppelt. Mit der Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) beteiligt sich der Bund seit 2008 nicht mehr an der Subvention der Spitex-Organisationen.



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