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Steinhausen: Fensterbohrer verhaftet

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Den Zuger Strafverfolgungsbehörden ist es gelungen, zwei mutmassliche Einbrecher zu verhaften. Sie kommen für mehrere Dutzend bisher ungeklärter Einbrüche in Frage. Die Männer sitzen in Untersuchungshaft.

Ab Ende Oktober 2011 wurde im Kanton Zug in zahlreiche Ein- und Mehrfamilienhäuser mit der sogenannten "Fensterbohrer-Methode" eingebrochen. Die Täterschaft bohrte dabei jeweils ein Loch in den Fensterrahmen oder den Rahmen einer Terrassentüre und öffnete mit einem Drahtwerkzeug den Fenster- oder Türriegel. Danach schlich sie durch die Räumlichkeiten und durchsuchte das Haus nach Wertgegenständen. Meist kamen Bargeld, Schmuck und Natels weg. Viele Einbrüche trugen sich nachts zu, als die Bewohner schliefen. Im Kanton Zug registrierte die Zuger Polizei während einigen Wochen mehrere Dutzend solcher Einbrüche. Die Delikt- und Schadensumme beläuft sich auf mehrere zehntausend Franken.

Nach einem Einbruch in Baar konnte der Kriminaltechnische Dienst der Zuger Polizei eine DNA-Spur sichern. Ein Abgleich in der Datenbank ergab einen Treffer auf einen 46-jährigen Kroaten. Dieser wurde umgehend im nationalen Fahndungssystem ausgeschrieben. Über mehrere Wochen observierten Fahnder und Spezialeinheiten nächtelang Quartiere im gesamten Kantonsgebiet. Die Zuger Polizei unternahm dabei grösste Anstrengungen, den Fensterbohrern das Handwerk legen zu können. Bei den intensiven Fahndungseinsätzen erhielten die Polizisten aus Zug auch Unterstützung der Kantonspolizeien Schwyz und Zürich. Am Donnerstag, 15. Dezember 2011, gelang es den Einsatzkräften schliesslich, den Mann in Steinhausen zusammen mit einem mutmasslichen Komplizen, einem 49-jährigen Landsmann, zu verhaften. Die Effektenkontrolle führte verschiedenes Einbruchswerkzeug zu Tage, darunter auch einen Holzbohrer.

Beide Verdächtigen wurden der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug zugeführt und in Untersuchungshaft genommen. Es ist eine umfangreiche Strafuntersuchung der Polizei und der Staatsanwaltschaft im Gange.

Seit der Festnahme der beiden Männer haben sich im Kanton Zug keine weiteren Einbrüche mit der "Fensterbohrer-Methode" mehr zugetragen.

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