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Street-Parade aus Sicht der Kapo Zürich

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Dieses Jahr hat die Street-Parade bereits zum zweiten Mal ohne Mainstation-Party stattgefunden. Im Zürcher Hauptbahnhof kamen bis am frühen Nachmittag viele Partygänger in verschiedenen Extrazügen aus Italien und Deutschland an und begaben sich rasch in Richtung Umzugsroute.

Ab 23.00 Uhr nahm das Personenaufkommen im Hauptbahnhof stark zu. Die Haupt- und Querhalle füllte sich mit heimkehrenden Partygängern. Mit grosser Polizeipräsenz konnte die Sicherheit der Reisenden gewährleistet werden. Die Einsatzkräfte der Kantonspolizei Zürich ziehen für die Nacht vom Samstag auf Sonntag (13./14.08.2011) folgende Bilanz:

Insgesamt mussten 45 Personen verhaftet werden; 43 Männer und 2 Frauen. Die Festgenommenen stammen aus der Schweiz, Italien, Deutschland, Frankreich, Österreich, Portugal, Spanien, Türkei, Tunesien, Marokko, Sri Lanka, Libanon, Irak, Äthiopien, Kongo und Eritrea. Anzeigen erfolgten wegen mutmasslichem Drogenhandel (14), Widerhandlungen gegen das Gesetz über Ausländerinnen und Ausländer (2), illegalem Waffenbesitz (2), Diebstahl (5), Sachbeschädigung (8), Trunkenheit (7) und in einem Fall wegen Betrug. Verzeigungen erfolgten vorwiegend wegen Betäubungsmittelkonsums (31). Bei den sichergestellten Drogenportionen handelte es sich um Kokain, Ecstasy, Haschisch und Marihuana.

In einem Extrazug von Chiasso nach Zürich richteten anreisende Streetparadebesucher einen Sachschaden von mehreren tausend Franken an. Nach der Ankunft verhaftete die Kantonspolizei Zürich sieben tatverdächtige Vandalen.

Bei einer Personenkontrolle zweier in Frankreich wohnhaften Touristen wurden Dutzende gefälschte Eintrittskarten im Wert von mehreren tausend Franken sichergestellt. Sie wurden verhaftet und der Staatsanwaltschaft zugeführt. Bei einer weiteren Kontrolle wurde ein wegen Vergewaltigung zur Verhaftung ausgeschriebener Mann aus Sri Lanka festgenommen.

Die Kantonspolizisten wurden für verschiedenste Hilfeleistungen (39) angefordert. Rund ein Dutzend Mal wurden Diebstahlsanzeigen erstattet und mehrere Fundsachen überbracht. Der Alkohol- und Drogenkonsum zeigte sich wiederum als eines der grössten Probleme. Teilweise konnten sich die Betroffenen kaum mehr auf den Beinen halten und andere verhielten sich, nicht zuletzt auch gegen die mit gelben, gut erkennbaren Leuchtwesten ausgerüsteten Polizisten, aggressiv. Verhaftungen erfolgten teils unter schwierigen Bedingungen, da Unbeteiligte oder Personen aus dem Umfeld der Festzunehmenden sich gegen die Polizei stellten.

Die Kantonspolizei Zürich wurde durch die Transportpolizei und die Securitrans unterstützt.

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