Zürcher Arbeitsmarkt stagniert
Die Arbeitslosenquote ist im August um 0,1 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent gestiegen, was einer Zunahme um 107 Personen entspricht. Zwar erklärt sich dieser marginale Anstieg ausschliesslich durch den üblichen Saisoneffekt bei Schul- und Lehrabgängern. Doch scheint die bisher positive Arbeitsmarktentwicklung im Kanton Zürich vorläufig ein Ende genommen zu haben.
Ende August 2011 waren in den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich 20‘628 Personen arbeitslos gemeldet, 107 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent und kommt aufgrund eines Rundungseffekts knapp über dem schweizerischen Durchschnitt zu liegen.
Der Arbeitsmarkt hat im August weiter an Fahrt verloren. Die im ersten Halbjahr 2011 verzeichneten Rückgänge sind ins Stocken geraten; in einzelnen Kategorien waren sogar marginale Anstiege zu verzeichnen. Diese sind ausschliesslich saisonbedingt und lassen sich unter anderem damit erklären, dass sich im Sommer jeweils ein Teil der Schul- und Lehrabgänger nach der Ausbildung bei der öffentlichen Arbeitsvermittlung meldet.
Wie in der übrigen Schweiz blieb auch der Zürcher Arbeitsmarkt relativ stabil. Eine Ausnahme bildet die Region Winterthur mit einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen um 4,5 Prozent oder 91 zusätzlich im RAV Gemeldeten. Nebst dem erwähnten Saisoneffekt bei den 15-bis 24-Jährigen kann dies auf eine höhere Sensibilität des lokalen Arbeitsmarktes im industriellen Bereich zurückgeführt werden. Insgesamt sind die aktuellen Zahlen jedoch dahingehend zu deuten, dass die bisherige erfreuliche Entwicklung abnehmender Arbeitslosenzahlen ein Ende gefunden haben könnte.



del.icio.us
Digg
Kommentar eintragen