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Agrarfreihandel mit der EU schadet der Schweiz nur

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Neue wissenschaftliche Studien bestätigen die Hypothesen der Schweizerischen Vereinigung für einen starken Agrar- und Lebensmittelsektor: Der Agrarfreihandel enttäuscht die Erwartungen und schafft grosse Probleme für den Agrar- und Lebensmittelsektor. Der Bundesrat und die Verwaltung täten gut daran, sich vielmehr von diesen Studien inspirieren zu lassen, als weiterhin das Dogma des Freihandels zu unterstützen.

In den letzten Monaten sind in diskreter Weise zwei sehr interessante Studien veröffentlicht worden. Das dem Bundesamt für Landwirtschaft unterstellte Institut für Agrarforschung Agroscope hat den seit dem 1. Juni 2007 zwischen der Schweiz und der Europäischen Union gültigen Käsefreihandel analysiert. Dabei kommen die Forscher von Agroscope zum Schluss, dass unmöglich statistisch bewiesen werden kann, dass sich der Käsefreihandel mit der EU positiv auf die Entwicklung des Käseexportes von der Schweiz in die EU auswirkt. Hingegen ist der Verlust von Marktanteilen in der Schweiz eine schmerzhafte Tatsache für die Milchproduzenten und Verarbeiter.

Die SALS-Schweiz sieht ihre Hypothesen bestätigt: Der sektorielle Freihandel mit der EU hat im Käsesektor nicht die erwartete Wirkung gezeigt. Heute gelten völlig andere Paradigmen als in der Zeit, als der Käsefreihandel angedacht wurde. Nun geht es darum, die richtigen Schlüsse aus dieser schmerzhaften Erfahrung zu ziehen und im Rahmen der Agrarpolitik AP 2022+ keine Projekte mit einer sektoriellen Öffnung zu lancieren.

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