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Trotz Risiken bleibt der Aufschwung intakt

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Die Expertengruppe des Bundes hält an ihrer bisherigen Einschätzung fest und prognostiziert für 2018 ein kräftiges BIP-Wachstum von 2,4 %. Zum einen kurbeln die robuste Weltkonjunktur und die günstige Wechselkursentwicklung die Nachfrage nach Schweizer Produkten an. Zum anderen kommen auch von der Binnenwirtschaft zunehmend Wachstumsimpulse.

Die Schweizer Wirtschaft befindet sich in einem zunehmend breit abgestützten Aufschwung. Die Industrieunternehmen schauen weiterhin zuversichtlich in die Zukunft und erwarten auch mit Blick auf das Auslandsgeschäft eine solide Entwicklung. Zudem mehren sich seit Jahresbeginn die positiven Nachrichten vonseiten der Binnenwirtschaft. In den inlandorientierten Dienstleistungsbranchen wächst die Wertschöpfung wieder deutlich, der Arbeitsmarkt setzt seine Erholung fort, die Stimmungslage insgesamt ist sehr gut. Die Expertengruppe geht davon aus, dass sich der Aufschwung in naher Zukunft ähnlich schwungvoll fortsetzt. Wie bisher prognostiziert sie für 2018 ein kräftiges BIP-Wachstum von 2,4 %.

Konjunkturrisiken

Gegenüber der letzten Prognose haben sich einige weltwirtschaftliche Risiken erhöht. Der Handelsstreit zwischen den USA und wichtigen Handelspartnern hat mit Inkrafttreten der amerikanischen Zölle auf Stahl- und Aluminiumeinfuhren u.a. aus der EU eine neue Eskalationsstufe erreicht. Sollte es hier zu einer weiteren Zuspitzung bis hin zu einem Handelskrieg zwischen den grossen Wirtschaftsräumen kommen, wäre mittelfristig mit erheblichen bremsenden Effekten für den Welthandel, die Schweizer Exporte und letzten Endes das Wirtschaftswachstum der Schweiz zu rechnen.

Ebenfalls gestiegen ist die politische Unsicherheit in Italien. Zwar bekräftigte die neugewählte Regierung zuletzt, die Währungsunion nicht verlassen zu wollen. Jedoch führt das Regierungsprogramm, das u.a. expansive fiskalpolitische Massnahmen vorsieht und somit eine Verschlechterung der Haushaltslage impliziert, zu grosser Verunsicherung. Sollte sich die Lage massiv zuspitzen, könnte es zu Finanzmarktturbulenzen kommen. Der Schweizerfranken könnte unter deutlichen Aufwertungsdruck geraten, mit entsprechenden realwirtschaftlichen Folgen auf die Schweizer Konjunktur.

Unverändert gegenüber der letzten Prognose besteht im Inland ausserdem das Risiko einer stärkeren Korrektur der Bauwirtschaft als prognostiziert. Andererseits könnte die Binnendynamik im Zuge der besseren Lage auf dem Arbeitsmarkt und der hohen Investitionstätigkeit stärker ausfallen.

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