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Effektiv- und Mindestlöhne 2018 gestiegen

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Die unterzeichnenden Sozialpartner der wichtigsten Gesamtarbeitsverträge (GAV) in der Schweiz haben für das Jahr 2018 eine nominale Erhöhung der Effektivlöhne (+0,9%) und der Mindestlöhne (+0,5%) beschlossen. Von der Effektivlohnerhöhung wurden 0,3% generell und 0,6% individuell zugesichert. Dies geht aus der Erhebung über die gesamtarbeitsvertraglichen Lohnabschlüsse hervor, die vom Bundesamt für Statistik (BFS) durchgeführt wird.

Im Rahmen der wichtigsten GAV, d.h. der GAV mit mindestens 1500 unterstellten Personen, wurde von den Sozialpartnern für das Jahr 2018 eine nominale Effektivlohnerhöhung von durchschnittlich 0,9% vereinbart. Unter Einbezug der Teuerungsprognosen für das Jahr 2018 (+1%) dürften die Reallöhne im GAV-Bereich um 0,1% sinken. Von den Effektivlohnanpassungen sind etwas mehr als 480 000 Personen betroffen.

Effektivlöhne legten durchschnittlich um 0,9% zu

Das Effektivlohnwachstum betrug 0,8% im sekundären Sektor und 1% im tertiären Sektor. Die Lohnanpassungen nach Wirtschaftsabschnitt sehen wie folgt aus: Verkehr und Lagerei (+1,6%), Erziehung und Unterricht (+1,3%), Information und Kommunikation (+1%), Gesundheits- und Sozialwesen (+1%), Baugewerbe/Bau (+0,9%), Handel; Instandhaltung und Reparatur von Motorfahrzeugen (+0,8%), Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (+0,7%), Verarbeitendes Gewerbe / Herstellung von Waren (+0,6%) und Öffentliche Verwaltung (Anpassung gleich null).

Vorwiegend individuelle Lohnerhöhungen

2018 gliederte sich die Erhöhung der GAV-Löhne von insgesamt 0,9% in 0,3% generelle und 0,6% individuelle Erhöhungen. Somit wurden gut 30% der für Lohnerhöhungen bestimmten Lohnsumme gleichmässig an die betroffenen Personen verteilt. Die generellen Anpassungen sind im tertiären Sektor in der Minderheit (23%), im sekundären Sektor hingegen in der Mehrheit (55%).

Mindestlöhne im Durchschnitt um 0,5% angehoben

Die in den wichtigsten GAV festgelegten Mindestlöhne wurden 2018 um 0,5% angehoben. Rund 1 360 000 Personen sind von den Abschlüssen zu den Mindestlöhnen betroffen.

Das Mindestlohnwachstum betrug 0,1% im sekundären Sektor und 0,8% im tertiären Sektor. Die Wirtschaftsabschnitte wiesen folgende Lohnanpassungen auf: Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (+1,3%), Verarbeitendes Gewerbe / Herstellung von Waren (+0,3%), Handel; Instandhaltung und Reparatur von Motorfahrzeugen (+0,2%) und Information und Kommunikation (+0,2%). Sechs Wirtschaftsabschnitte registrierten ein Nullwachstum.

 

Bild: © djama/Fotolia

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