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Konsumentenstimmung bleibt unterdurchschnittlich

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Die Haushalte blicken zuversichtlicher auf die Entwicklung der Wirtschaftslage und des Arbeitsmarkts. Trotzdem bleibt die Konsumentenstimmung insgesamt unterdurchschnittlich, da die eigene Budgetsituation der Haushalte weiterhin eingetrübt ist.

Die Stimmung der Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten bleibt insgesamt verhalten. Mit −9 Punkten lag der Index* der Konsumentenstimmung im Januar 2020 erneut unter seinem langjährigen Mittelwert (−5 Punkte). Seit Anfang 2019 hat sich der Stand des Index kaum verändert.

Eine signifikante Aufhellung zeigte sich jüngst aber bei den Erwartungen für die allgemeine Wirtschaftsentwicklung: Der entsprechende Teilindex stieg von −19 auf −7 Punkte und liegt nun wieder knapp über seinem Mittelwert (−9 Punkte), was auf ein ungefähr durchschnittliches Wirtschaftswachstum hinweist. Im Einklang mit den verbesserten Wirtschaftsaussichten zeigten sich die Konsumentinnen und Konsumenten auch zuversichtlicher für den Arbeitsmarkt: Der Teilindex zur erwarteten Entwicklung der Arbeitslosenzahlen sank deutlich von 48 auf 33 Punkte und liegt damit klar unter seinem langjährigen Durchschnitt. Gleichzeitig wurde die Sicherheit der Arbeitsstellen weiterhin als überdurchschnittlich beurteilt. Die Befragten gehen somit davon aus, dass die aktuell gute Verfassung des Arbeitsmarkts weiter anhält.

Trotzdem bleiben die Aussichten für das eigene Budget angespannt, was die insgesamt eingetrübte Stimmungslage erklärt. Sowohl die vergangene (−14 Punkte) als auch die erwartete finanzielle Lage (−8 Punkte) wurden klar unterdurchschnittlich beurteilt (Mittelwert: −7 bzw. +2 Punkte). Die Verbesserung, die sich im Vorquartal angedeutet hatte, bestätigte sich in der Umfrage vom Januar nicht. Stattdessen verschlechterte sich der Ausblick für die eigene finanzielle Lage wieder. Die Neigung zu grösseren Anschaffungen blieb hingegen unverändert bei −8 Punkten und damit nahe am Mittelwert (−6 Punkte).

Die Umfrageresultate zeigen zudem eine signifikante Steigerung der erwarteten Preisentwicklung. Möglicherweise spielten hier die Erdölpreise eine Rolle, die vor der Umfrage im Januar kurzfristig deutlich zugelegt hatten. Die höheren Erwartungen für die Preisentwicklung könnten erklären, weshalb die Haushalte trotz dem positiveren Ausblick für die Entwicklung der Wirtschaft und des Arbeitsmarkts eher pessimistisch hinsichtlich der eigenen finanziellen Lage sind.

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