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Aussenhandel im Februar 2020 geschrumpft

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Im Februar 2020 gingen die Exporte nach einem hohen Plus im Vormonat um 5,0 Prozent zurück, womit sich seit September 2019 ein negativer Trend zeigt. Indessen schrumpften die Importe um 1,4 Prozent. Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 2,0 Milliarden Franken.

Nach einem kräftigen Anstieg im Vormonat schrumpften die Exporte im Februar 2020 saisonbereinigt um 5,0 Prozent (real: - 3,3 Prozent). Seit September 2019 ist die Exportentwicklung insgesamt rückläufig. Die Importe sanken saisonbereinigt um 1,4 Prozent (real: - 0,1 Prozent), womit diese seit November 2019 zur Stagnation tendieren. In der Handelsbilanz resultierte ein Überschuss von 2,0 Milliarden Franken. 

Uhren: niedrigster Auslandumsatz seit September 2018

Der Rückgang der Exporte im Februar 2020 ist insbesondere auf zwei schwergewichtige Warengruppen zurückzuführen: Zum einen schrumpften die Ausfuhren von chemischen-pharmazeutischen Produkten (- 671 Millionen Franken oder - 6,7 Prozent) aufgrund rückläufiger Nachfrage nach Medikamenten sowie Roh- und Grundstoffen. Zum anderen sanken die Verkäufe von Uhren nach einem starken Ergebnis im Vormonat um 11,7 Prozent (- 224 Millionen Franken). Zugenommen haben die Ausfuhren von Maschinen und Elektronik (+ 1,2 Prozent), wobei dies ausschliesslich dem Bereich Elektronik (+ 4,3 Prozent) zu verdanken war.

Auf den drei grossen Absatzmärkten sanken die Exporte nach Europa (- 8,6 Prozent; - 1,0 Milliarden Franken) und Nordamerika (- 9,1 Prozent; USA: - 358 Millionen Franken). Die Lieferungen nach Asien legten hingegen um 2,6 Prozent zu. In Europa rührten die negativen Ergebnisse von rückläufigen Ausfuhren nach Deutschland (- 530 Millionen Franken), Frankreich (- 195 Millionen Franken), Irland (- 117 Millionen Franken) und Österreich (- 79 Millionen Franken) her. Die Zunahme Asiens ist einzig auf China zurückzuführen: Nach einem kräftigen Rückgang im Vormonat lieferte die Schweiz im Februar 2020 40,2 Prozent mehr Waren (vor
allem Chemie-Pharma) ins Reich der Mitte. Dagegen nahmen die Exporte Richtung Singapur nach einem markanten Anstieg im Januar 2020 um einen Drittel ab.

Pharma und Bijouterie dämpfen den Importrückgang

Der Importrückgang resultierte aus den gesunkenen Einfuhren von Fahrzeugen (- 89 Millionen Franken; Luftfahrzeuge: - 56 Millionen Franken) sowie Maschinen und Elektronik (- 55 Millionen Franken); letztere setzten ihren seit April 2019 negativen Trend fort. Rückläufig entwickelten sich auch die Einfuhren von Metallen (- 1,7 Prozent). Demgegenüber verzeichneten die Importe von chemisch-pharmazeutischen Produkten mit 68 Millionen Franken sowie Bijouterie und Juwelierwaren (übrige Warengruppe) mit 23 Millionen Franken einen Anstieg.

 

 Bild: © Kamonrat Meunkland/123rf.com

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