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Corona: SNB befürchtet dauerhafte wirtschaftliche Auswirkungen

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Der Präsident des Direktoriums der SNB, Thomas Jordan, präsentierte die Analyse der SNB zur wirtschaftlichen und politischen Lage im Zusammenhang mit der Coronakrise. Die SNB geht davon aus, dass die Krise wohl dauerhafte wirtschaftliche Auswirkungen haben wird.

Die SNB erwartet nicht, dass sich die Weltwirtschaft in den kommenden Jahren vollständig erholen wird. Thomas Jordan erläuterte, welche Rolle die SNB bei der Bewältigung der Krise spielt. So nutzt die Nationalbank alle ihr zur Verfügung stehenden geldpolitischen Instrumente, um den Aufwertungsdruck auf den Schweizer Franken abzuschwächen und um den Wirtschaftsakteuren günstige Finanzierungsbedingungen zu gewährleisten.

Der stellvertretende Direktor des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), Eric Scheidegger, präsentierte den Ratsmitgliedern die Einschätzung der konjunkturellen Lage und der Schweizer Wirtschaftsaussichten durch den Bund. Die beispiellosen Zahlen zeigen die erheblichen Auswirkungen der Krise auf die Wirtschaft. Das SECO erwartet allerdings bis Ende 2020 eine Normalisierung der Wirtschaftsaktivität und eine Rückkehr auf das Niveau vor der Krise in nahezu allen Wirtschaftsbereichen ausser dem Tourismus.

Das SECO wies ausserdem darauf hin, dass diese Krise in erster Linie zu einem Angebotsschock geführt hat und die Schweiz als Exportland bei der Wiederankurbelung der Wirtschaft keinen grossen Handlungsspielraum hat. Das Staatssekretariat spricht sich aber zur Stabilisierung der Konjunktur für eine expansive Geldpolitik und für Massnahmen zur Senkung der Unternehmenskosten aus.

 

Bild: Myriam Thyves/CC BY-NC-SA 3.0

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