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Bachelorarbeit: Das richtige Vorgehen für mehr Erfolg und weniger Stress

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image Bild: StartupStockPhotos (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Das Studium ist für viele Schweizer nach wie vor der gewünschte Weg in Richtung Berufsleben und Karriere. Mit den Veränderungen, die der Bologna Prozess mit sich brachte, sind heute immer mehr Studiengänge mit einem Master- oder auch Bachelorabschluss verbunden, während früher Magister und Diplom zu erreichen waren. Nach Jahren des Studiums ist die Aufgabe des Verfassens einer wissenschaftlichen Arbeit für viele Studierende eine grosse Herausforderung. Schliesslich handelt es sich bei der Bachelorarbeit um das erste umfassende Dokument mit fundiert wissenschaftlichem Hintergrund. Da die Ergebnisse der Bachelorarbeit massgeblich verantwortlich für den Erfolg des Studierenden sind, sind Unsicherheit und Angst an der Tagesordnung. Daher kann es hilfreich sein, schon im Vorhinein gut zu planen und sich bei der Erstellung nicht zu überfordern.

Die Wahl des richtigen Themas

Das Thema der Bachelorarbeit legen Studenten selbstverständlich fest, bevor sie mit Aufgaben wie der Literaturrecherche oder dem Schreiben beginnen. In Absprache mit dem zuständigen Betreuer gilt es hier, ein Themengebiet zu finden, das eine aktuelle und interessante Frage aufgreift und beweist, dass der Studierende sich eigenständig mit der Thematik befassen kann. Der Blick über den berühmten Tellerrand hinaus und auch mögliche Transferfähigkeiten spielen hier eine wichtige Rolle. Dabei sollte das Thema der Bachelorarbeit nicht zu kompliziert sein, denn auch gut zu bewältigende Fragen und Gebiete sind empfehlenswert und verkomplizieren das Projekt nicht unnötig.

Wer sich zu Beginn noch unsicher ist, sollte sich zunächst eingehend mit seinen Möglichkeiten beschäftigen. Experten empfehlen, zunächst eine sogenannte „Brainwriting Session“ durchzuführen und im Rahmen eines Brainstormings all die Punkte zu notieren, die für die Bachelorarbeit in Frage kommen könnten. Zusätzlich hilfreich sind Fachzeitschriften und seriöse Webseiten, die sich mit dem Themengebiet des Studiums befassen. Hier finden Studierende aktuelle Artikel und Stimmen, die Hinweise auf derzeit interessante Fragestellungen bieten. Oft lässt sich eine solche Fragestellung sehr gut als Thema für die Bachelorarbeit nutzen. Auch das Kontaktieren von Experten im Studiengebiet kann sehr hilfreich sein. Oft haben diese den einen oder anderen Impuls zu geben, der bei der Themenwahl das Zünglein an der Waage darstellt. Zudem gibt es Ghostwriter für die Bachelorarbeit, die nicht unbedingt die ganze Arbeit schreiben, sondern lediglich die Themenrecherche übernehmen.

Selbstverständlich ist die Wahl des Themas eine der wohl wichtigsten Aufgaben, weswegen eine Rücksprache mit dem Betreuer unerlässlich ist. Er wird das ausgewählte Thema entweder unverändert annehmen, oder auch Änderungsvorschläge unterbreiten. Diese Vorschläge müssen Studierende nicht zwingend umsetzen, es lohnt sich jedoch, wenigstens einige Tage über die Anregungen nachzudenken.

Die Struktur planen und erst dann schreiben

Steht ein Thema fest und hat auch der Betreuer nichts gegen die getroffene Auswahl einzuwenden, beginnen Studierende dennoch nicht sofort mit dem Schreiben. Zunächst ist es sinnvoll, die Bestandteile der Bachelorarbeit genau zu planen und eine Struktur festzulegen. So besteht die Bachelorarbeit in aller Regel aus

•    einer Einleitung
•    einem Hauptteil
•    und einem Schlussteil

Für jeden einzelnen Bestandteil sollten sich Studenten Stichpunkte für den Inhalt und die wichtigsten Aussagen notieren. Auch Literatur, die erwähnt werden soll, spielt hier bereits eine Rolle. Es ist für viele Studierende hilfreich, zunächst eine Inhaltsangabe zu formulieren und diese thematisch sinnvoll zu ordnen. An dieser Vorgabe ist es dann möglich, den Schreibvorgang aufzubauen und zu planen.

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Die vorherige Gliederung der Arbeit hilft beim späteren Schreiben. (Quelle: StartupStockPhotos (CC0-Lizenz)/ pixabay.com) 

Kann nach dem Erstellen der Inhaltsangabe und einer ersten Strukturierung mit dem Schreiben gestartet werden, ist Sorgfalt gefragt. Fachliche Quellen, die den Inhalt der Bachelorarbeit beeinflussen, dürfen keinesfalls unerwähnt bleiben. „Zitiert wird grundsätzlich doppelt: Einerseits im Text, wenn man sich auf die Stelle eines fremden Werkes bezieht («auf diese referenziert»), sowie das gesamte Werk im Literaturverzeichnis am Ende der eigenen Arbeit.“ (Quelle: https://www.zhaw.ch/de/hochschulbibliothek/schreiben-publizieren/) Immer dann, wenn Fachliteratur zitiert wird und Informationen aus einer Quelle erwähnt werden, muss dies also ebenfalls im Literaturverzeichnis angegeben werden. Es sorgt für einen erheblichen Mehraufwand, wenn dieses Verzeichnis erst nach der Fertigstellung der Arbeit angefertigt wird. Besser ist es, Quellen stets direkt einzutragen, denn so verringert sich das Risiko, am Schluss eine wichtige Angabe zu vergessen.

Zeitplanung und Abschluss der Arbeit

Das Verfassen einer Bachelorarbeit ist eine wichtige und grosse Aufgabe. Da eine solche Arbeit bis zu vierzig Seiten Text enthalten kann, handelt es sich um mehr als ein einfaches Dokument. Folglich braucht es vor allem Zeit und eine sinnvolle Einteilung derselbigen. Studierende tun gut daran, ihren Alltag während der Erstellungsphase genau zu planen. Keinesfalls ist es empfehlenswert, die Arbeit erst kurz vor dem Abgabetermin hastig zu verfassen, denn dann steigt das Risiko für Fehler und das Ergebnis weist unter Umständen erhebliche Mängel auf. Der frühzeitige Start mit allen Aufgaben von der Themenfindung über das Strukturieren bis hin zum Schreiben ist daher die beste Möglichkeit, eine gute Arbeit abliefern zu können.

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Ein Kalender bietet gute Planungsmöglichkeiten. (Quelle: Unsplash (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Die Anschaffung eines Taschenkalenders, in den feste Lernphasen und Termine eingetragen werden können, erachten zahlreiche Experten als sinnvoll. Hier können die Studierenden konkret definieren, an welchen Tagen und auch zu welcher Tageszeit sie sich intensiv mit ihrer Bachelorarbeit befassen möchten. Auch private Termine und mögliche Erholungsphasen werden hier notiert, sodass es nicht zu Überschneidungen und Stress kommt. Die festgelegten Arbeitszeiten sollten Studierende als unumstösslich betrachten und sich unbedingt an diese halten. Auch wenn dies damit verbunden ist, dass das Privatleben ein wenig in den Hintergrund tritt, wirkt diese Praxis sich positiv auf den Stresslevel und die Qualität der Bachelorarbeit aus. Auf keinen Fall sinnvoll ist die Einnahme von leistungssteigernden Medikamenten, auch sich etwa jeder siebte Student schon einmal zum Doping im Studium hat hinreissen lassen.

Vor dem Abschluss und der Abgabe sollte ausserdem genügend Zeit zum Korrekturlesen der Arbeit bleiben. Die Struktur und die Inhalte müssen hier noch einmal genau überprüft werden und auch die Argumente, die innerhalb der Arbeit gewählt werden, sollten weiterhin schlüssig und nachvollziehbar sein. Es lohnt sich, Personen aus der Familie oder dem näheren Bekanntenkreis um Hilfe beim Korrekturlesen zu bitten, oder auch ein professionelles Lektorat durchführen zu lassen. Dann steht nach dem Ausdrucken und Binden der Bachelorarbeit einer erfolgreichen Abgabe nichts mehr im Wege.

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