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Kanton St. Gallen: Stellensuchendenzahlen tiefer als vor zwölf Monaten

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Im Juli 2010 haben die Stellensuchenden- und Arbeitslosenzahlen weiter abgenommen, auf 11'970, respektive 7693 Personen. Wie im Spätsommer üblich hat die Zahl der jungen Stellensuchenden leicht zugenommen. Die Zahl der Kurzarbeitsgesuche ist weiterhin sinkend.

Ende Juli 2010 waren im Kanton St.Gallen 11'970 Personen als stellensuchend gemeldet (-295), davon 7693 (-147) als arbeitslos. Das ergibt eine Stellensuchendenquote von 4,9 Prozent (-0,2 Prozent) und eine unveränderte Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent. Die Stellensuchendenzahlen haben um 2,4 Prozent, die Arbeitslosenzahlen um 1,9 Prozent abgenommen. Die Stellensuchendenzahlen liegen damit erstmals seit September 2008 unter den Werten des Vorjahres, nämlich um 264. Das Trend-Barometer der Fachstelle für Statistik zeigt weiterhin eine sinkende Tendenz an, auch wenn aus saisonalen Gründen auf das Jahresende hin mit einem Anstieg gerechnet werden muss.

Von der Erholung profitiert die Industrie am stärksten (-4,3 Prozent auf 3445 Stellensuchende), wobei der Rückgang nicht im Baugewerbe am ausgeprägtesten ist (-4,3 Prozent), sondern in den Bereichen Metall (-6,8 Prozent), Elektrotechnik, Elektronik, Optik (-8,0 Prozent) und Maschinenbau (-6,4 Prozent). Kader (-5,3 Prozent) und Hilfskräfte (-4,5 Prozent) gehören zu den begünstigsten Gruppen, während bei den Lehrabgängern eine Zunahme von 41 auf 310 Stellensuchende festzustellen ist. Im Dienstleistungssektor beträgt die Abnahme 1,7 Prozent (auf 6921).

Am stärksten profitiert hat die RAV-Region Rapperswil-Jona (-3,8 Prozent auf 1178), gefolgt von Heerbrugg (-3,2 Prozent auf 2770), St.Gallen (-2,9 Prozent auf 4045), Wattwil (-1,5 Prozent auf 725) und Oberuzwil (-1,4 Prozent auf 1822). Stagniert haben die Zahlen in der RAV-Region Sargans (+0,3 Prozent auf 1430).

Der Rückgang ist bei den Stellensuchenden zwischen 25 und 49 Jahren am grössten (-4,7 Prozent auf 6750), bei den Älteren haben die Werte stagniert (-1,1 Prozent auf 3004). Die Zunahme bei den Jüngsten (+3,4 Prozent auf 2176) ist vor allem auf die 15- bis 19-Jährigen zurückzuführen, deren Zahl um 64 auf 473 gestiegen ist.

Ende Monat befanden sich 1069 Stellensuchende (8,9 Prozent) in einem Kurs oder einem Einsatzprogramm, 2114 Personen (17,7 Prozent) gingen einem Zwischenverdienst nach. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen beträgt 1136, dies sind 104 weniger als im Vormonat. Über 40 Prozent der Stellen stammen aus dem Bau- oder dem Gastgewerbe, eine beträchtliche Zahl aber auch aus dem Bereich Metall und Maschinenbau. Kurzarbeit vorangemeldet haben 177 Betriebe für etwa 4000 Mitarbeitende, womit sich die Voranmeldungen weiter zurückgebildet haben.

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