Talfahrt der Hedge Fonds setzt sich gnadenlos fort
Die Verlustserie der einst so gepriesenen Hedge Fonds nimmt kein Ende. Nachdem die Fonds 2006 und 2007 rasant gewachsen waren, folgte 2008 der Absturz mit einer durchschnittlichen Performance von minus 18 Prozent.
Wenig erfreulich auch die Zahlen für das zweite Quartal 2010. Die Assetklasse erwirtschaftete in den vergangenen drei Monaten einen Verlust von 2,5 Prozent. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Finanzdienstes Hedge Fonds Research hervor.
Minus 0,2 Prozent im ersten Halbjahr
Viele Hedge-Fonds-Manager stehen neuerlich vor einer Bewährungsprobe. Denn die Verluste fielen im zweiten Quartal so hoch aus, dass sie die Gewinne der ersten drei Monate mehr als aufgezehrt haben. Für das erste Halbjahr 2010 ergibt sich unter dem Strich ein Minus von 0,2 Prozent. Die Angst vor einer Ausbreitung der griechischen Schuldenkrise auf andere Staaten der EU lähmte die Investoren.
Neben den Griechenland-Problemen schürten auch die Maßnahmen Chinas, den Kredit- und Immobilienmarkt abzukühlen, die Furcht vor dem Ende der weltweiten Konjunkturerholung. Zudem trübten die enttäuschenden Wirtschaftsdaten aus den USA die Großwetterlage auf den internationalen Finanzmärkten. Folglich sanken die Handelsvolumina auf eine Bio. Dollar. Um nicht noch mehr Kunden zu verlieren, reduzierten Fonds-Manager ihr Risikoverhalten.
Weniger Risiko für bessere Performance
Die Abkehr von aggressiven, risikoreichen und großteils fremdfinanzierten Handelsmodellen kommt nicht von ungefähr. Vor einem Monat hatte Staranalyst Byron Wien eine Halbierung der Renditen aus Hedge Fonds prognostiziert. Statt wie noch vor der Krise 20 Prozent Plus oder mehr können Anleger künftig nur noch mit zehn Prozent oder weniger rechnen, so Wien.



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