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Aktien kaufen und verkaufen - Tipps für Einsteiger

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Waren vor wenigen Jahren noch Sparbücher, Tages- oder Festgeldkonten wie Kapitallebensversicherungen absolut empfehlenswerte Finanzprodukte, die vor allem den sicherheitsorientierten Sparern nahegelegt werden konnten, so sind derartige Sparprodukte heute jedoch absolut unbrauchbar geworden.

Die Niedrigzinspolitik, die seit Jahren von der Europäischen Zentralbank (kurz: EZB) verfolgt wird und wohl auch in naher Zukunft kein Ende zu finden scheint, hat dafür gesorgt, dass konservative Veranlagungen keine Gewinne mehr mit sich bringen. Somit mag es auch keine Überraschung sein, dass sich der sicherheitsorientierte Anleger mit Alternativen befasst. Besonders empfehlenswert mag hier der Aktienmarkt sein.

Informationen einholen

Möchte man Aktien kaufen, weil man weiss, mit klassischen Finanzprodukten wird kein Gewinn mehr gemacht, so ist es wichtig, sich im Vorfeld mit dem Thema auseinanderzusetzen. Der klassische Sparer, der bislang nur monatliche Geldbeträge in eine Kapitallebensversicherung einbezahlt hat oder mehrmals pro Jahr sein Sparbuch bediente, wird in der Regel keine Ahnung von Aktien, Fundamentalanalysen oder auch Dividenden haben.

Jedoch ist der Aktienmarkt nicht so kompliziert wie viele sicherheitsorientierte Anleger nun befürchten werden. Letztlich sind es nur ein paar zu berücksichtigende Aspekte, die sodann über Gewinn und Verlust entscheiden.

Fakt ist: Der Aktienmarkt mag zwar nicht ungefährlich sein, jedoch kann man das Risiko derart reduzieren, sodass es, auch mit Blick auf einen langen Anlagehorizont, unwahrscheinlich ist, mit einem Verlust auszusteigen.

Auf die Diversifikation achten

Man kann Anteile von Aktiengesellschaften kaufen, diese im Depot aufbewahren und verkaufen, sofern sie dann ein entsprechendes Preisniveau erreicht haben. Die Frage, die sich bei dieser durchaus gängigen Variante stellt: In welche Gesellschaften soll man investieren - woher weiss man, dass es dieser oder jener Aktiengesellschaft demnächst besser oder schlechter ergehen wird?

Wichtig ist, dass man nur in Unternehmen investiert, die man auch kennt - und von denen man zudem weiss, was geplant wird. Des Weiteren ist zu klären, ob durch das Investment auch eine entsprechende Diversifikation entsteht. Denn das gesamte Geld in ein Unternehmen zu investieren, weil ein paar Analysten der Meinung sind, hier wird in der nächsten Zeit ein enormer Kursanstieg möglich sein, wäre fatal. Investiert man in unterschiedliche Aktiengesellschaften, so gilt im Vorfeld zu überprüfen, ob sich diese in unterschiedlichen Branchen wie Ländern aufhalten.

Denn nur dann, wenn eine entsprechende Diversifikation gegeben ist, können etwaige Risiken wie Verluste reduziert werden. Rutscht der Automobilkonzern in eine Krise, so fallen naturgemäss die Aktienkurse der Automobilhersteller - wer hier nebenbei noch in Immobilien- wie Technologieunternehmen investiert hat, kann das Minus eventuell durch ein in den anderen Branchen verzeichnetes Plus ausgleichen oder gar in einen Gewinn umwandeln.

Neben der Möglichkeit der Kurssteigerung gibt es auch noch die Dividende. Das heisst, es gibt eine Gewinnbeteiligung - pro Aktie gibt es somit eine Zahlung. Zudem erwirbt der Aktionär auch Rechte und Pflichten; da er sich an der Gesellschaft beteiligt, hat er im Rahmen der Aktionshauptversammlung auch ein von der Stückzahl der Aktien abhängiges Stimmrecht.

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Besonders empfehlenswert sind sogenannte Indexfonds. Exchange Traded Funds können vor allem sicherheitsorientierten Anlegern geraten werden. Hier wird lediglich ein im Vorfeld gewählter Index nachgebildet - entscheidet man sich für einen DAX-ETF, so sind die Entwicklungen der Aktiengesellschaften im DAX, das ist der Deutschen Aktienindex, von wesentlicher Bedeutung. Der Vorteil gegenüber einem klassischen Fonds, der von einem Manager verwaltet wird? Der Indexfonds verursacht, da es keinen im Hintergrund agierenden Fondsmanager gibt, kaum Kosten; des Weiteren haben Indexfonds eine fast immer bessere Performance als gemanagte Fonds.

Wer in Aktien investieren will, der benötigt ein Depot. Da es unterschiedliche Anbieter gibt, sollte man sich im Vorfeld einen Überblick über die Konditionen verschaffen. Wichtig ist, dass man hier auf die zur Verfügung stehenden Gebührenmodelle Rücksicht nimmt. Denn Gebühren nagen natürlich an den Renditen, die im Zuge des Aktienhandels - so zumindest der Plan A - verbucht werden.

Das heisst, bevor man sich für ein Depot entscheidet, sollte man einen Vergleich durchführen. Hier helfen unter anderem auch Test- wie Erfahrungsberichte, die im Internet zu finden sind.

Bilder: PIX1861/pixabay

 

 

 

 

 

 

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