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Waldeigentümer treten prägnanter auf

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WaldSchweiz wird sich künftig noch breiter für die Interessen der Waldeigentümer einsetzen. Das sieht die neue Verbandsstrategie vor. Zudem unterstützt der Verband den Aufbau einer Produktionsstätte moderner Bauelemente aus heimischem Buchenholz.

In dieser Situation verfolgt der Waldeigentümerverband künftig drei wichtige Leitmotive: Erstens sollen die Eigentümerinteressen gestärkt werden. Viele Leute sehen den Wald als öffentliches Gut und sind sich nicht bewusst, dass jeder Wald einen Eigentümer mit Rechten und Pflichten hat. Zweitens will der Verband, dass seine Mitglieder künftig ihre Waldleistungen konsequent vermarkten können.

Da die Holzernte vielerorts kaum noch rentabel ist, sind die Forstbetriebe auf zusätzliche Einnahmequellen für ihre erbrachten Leistungen oder die von der Gesellschaft geforderten Bewirtschaftungseinschränkungen angewiesen. Drittens will sich der Verband thematisch noch weiter öffnen und künftig zu allen Themen rund um den Wald ein gewichtiges Wort mitreden. Oft werden nämlich die Waldeigentümer in den sie betreffenden Diskussionen überhaupt nicht oder zu spät einbezogen. Zum Zeichen der Öffnung wechselte der Verband bereits vor einem Jahr seinen Namen von "Waldwirtschaft Schweiz" zu "WaldSchweiz".

Waldeigentümer investieren ins Buchenholz
Auslöser für die ausserordentliche Delegiertenversammlung von WaldSchweiz war ein Beschluss der Delegierten im Juni 2016, der die Unterstützung des Projekts der "Fagus Jura SA" verlangte. Dessen geplanter Bau und die Marktentwicklung für Buchenbauholz soll von WaldSchweiz mit 600'000.- Franken unterstützt werden. Das Unternehmen plant den Aufbau eines Werks zur Herstellung von Buchenleimholz-Elementen im jurassischen Les Breuleux.

Eine klare Mehrheit stimmte nun dem vorgelegten Finanzierungsvorschlag des Zentralvorstandes zu, der eine Mischung aus Darlehen und A-fonds-perdu-Beiträgen an rund zehn interessierte Kantonalverbände vorsieht, welche diese Gelder ihrerseits der Fagus Jura zur Verfügung stellen werden. Das Geld wird den Reserven des Schweizer Selbsthilfefonds der Wald- und Holzwirtschaft (Vermögensteil "Wald") entnommen.

Aus statutarischen und verbandspolitischen Gründen beteiligt sich der Dachverband selbst nicht an privaten Unternehmen, die operativ im Holzgeschäft tätig sind. Das wird auch in Zukunft so bleiben; eine Statutenänderung, welche die Schaffung eines Investitionsfonds zur Unterstützung künftiger, ähnlicher Projekte vorgesehen hätte, fand die notwendige Zweidrittelmehrheit nicht.

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