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PostCom sanktioniert Epsilon

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Die Epsilon SA, ein Tochterunternehmen der POST CH AG, hat die Vorgaben für den Mindestlohn im Postsektor nicht eingehalten. Aus diesem Grund hat die Eidgenössische Postkommission PostCom das Unternehmen aufsichtsrechtlich angewiesen, die Mindeststandards umgehend umzusetzen und die Lohndifferenzen rückwirkend für das gesamte Jahr 2019 nachzubezahlen.Die PostCom hat Epsilon zudem zur Zahlung einer Busse von CHF 180’000 verpflichtet.

Aufgrund eines Berichtes in der Sendung 10vor10 des Deutschschweizer Fernsehens vom 9. November 2018 richtete die PostCom am 13. November ein Auskunftsbegehren an die Epsilon SA, die im Bereich der Zustellung von nichtadressierten Sendungen sowie in der Frühzustellung abonnierter Zeitungen tätig ist. In der Folge konstatierte die PostCom bei ihren Vorabklärungen, dass die vom Unternehmen gemeldeten Löhne und Gehälter Lücken aufwiesen.

Insbesondere stellte sich heraus, dass die anfänglich vom Unternehmen kommunizierte Berechnungsweise stark von den üblicherweise verwendeten Lohnbestandteilen abwich. Dies hatte zur Folge, dass die von Epsilon ausgerichteten Löhne die geltenden Mindeststandards signifikant unterschritten.

Die Voruntersuchungen sowie das im Mai 2019 eröffnete Aufsichtsverfahren zeigten auf, dass diese Differenzen vor allem auf die Art und Weise zurückzuführen waren, gemäss der die Dauer der Zustelltouren gemessen wurde, sowie auf Qualitätsprämien und fehlende Zuschläge für die Nachtarbeit. Aus diesen Gründen lag der von der Firma im März 2019 bezahlte tiefste Lohn deutlich unter dem Mindestlohn von CHF 18.27, den die PostCom in ihrer Verordnung festgelegt hat.

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