Wikileaks: Bank of Amerika in Panik
Die US-Bank of Amerika (BofA) hat eine Sonderkommission gebildet, die ihre Archive prüft, nachdem der Gründer der Internet-Plattform WikiLeaks, Julian Assange, am 29. November die Absicht erklärt hatte, Beweise für „unredliche Handlungen“ und Korrumpiertheit einer der größten Banken der USA zu veröffentlichen, schreibt die New York Times am Montag.
Der Chefmanager der Bank of Amerika, Bruce R. Thompson, bildete eine Sonderkommission. Rund 20 Bankangestellte untersuchen nun eigene fast eintausend Bankdokumente, um zu ermitteln, welche Informationen dem Image der Bank schaden und auf welche Weise sie zu WikiLeaks durchgesickert sein könnten.
Assange nannte zwar nie eine konkrete Bank, teilte jedoch mit, dass seine Redaktion über umfassende elektronische BofA-Angaben verfüge.
Die Internet-Enthüllungsplattform WikiLeaks hatte Ende November mehr als 250 000 Dateien mit geheimen Dokumenten der US-Diplomatie veröffentlicht. Es handelt sich dabei laut WikiLeaks um die größte jemals öffentlich zugänglich gemachte Sammlung von Geheimdokumenten.
Mitte Dezember erklärte die Bank of Amerika, dass sie Zahlungen und Kontos nicht bedienen werde, die eine Beziehung zu WikiLeaks haben. Anfang Dezember verzichteten auch MasterCard, PayPal und Visa auf die Bedienung der WikiLeaks - unter dem Vorwand, dass diese Internet-Plattform in illegitime Tätigkeit verwickelt sei.



del.icio.us
Digg
Kommentar eintragen