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Tamedia, Ringier und NZZ begraben Online-Kiosk

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Gemeinsam wollten die bedeutenden Schweizer Verlage im Herbst 2009 den Vertrieb der Zeitung der Zukunft planen. Doch nach anderthalb Jahren ist das Joint Venture von Tamedia, Ringier und NZZ sowie Orell Füssli bereits gestorben.

Die Partner haben die Lancierung einer E-Reading-Plattform und eines Online-Kiosks im April gestoppt. Das Projekt «Codex» hätte Anfang Jahr starten sollen. Der Chef war in Position. Die Verlage hätten Zeitungen und Zeitschriften auf dem E-Kiosk verkauft, Orell Füssli deutsche und englische Bücher. Die Swisscom war als Zahlungsabwicklerin vorgesehen.Dies zeigen Recherchen der «Handelszeitung».

Der Pilotversuch mit 150 Lesern vom letzten Sommer wurde zwar als sehr erfolgreich taxiert. «Dennoch haben sich die Partner geeinigt, das Projekt vorerst nicht weiterzuverfolgen», heisst es in einem internen Statement. Die technische Plattform sei deutlich komplexer als erwartet. Die Verlage schreckten zudem vor Apples Dominanz zurück.

Laut mehreren Quellen waren aber auch zu hohe Investitionen ein Thema. Die Shop-Lösung hätte viel mehr gekostet als budgetiert, sagt ein Verlags-Vertreter, der nicht genannt werden will. Die Verleger hätten vor allem die jährlich wiederkehrenden Investitionen gescheut. Vor allem die Führungen von Tamedia und NZZ seien zurückhaltend gewesen. Bei den beiden Verlagen heisst es, der Entscheid sei von allen Beteiligten gemeinsam gefällt worden.

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