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Politischer Frühling in Appenzell-Ausserrhoden

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Die Stadt St. Gallen ist dem Appenzeller eine werthe Nachbarschaft, und sie wird ihm umso werther werden, je deutlicher die Lebenszeichen des Republikanismus in derselben erscheinen.

Es ist zu dieser Zeit ein grosser politischer Läuterungsprozess beinahe in der ganzen Schweiz unverkennbar, und der Appenzeller sieht es nur gerne, dass der Kanton St. Gallen auch in denselben gezogen wurde. Wir werden dadurch zweifelsohne gewinnen; wir werden in politischer Beziehung ähnlicher denken und fühlen, und da die Freundschaft grossentheils auf Aehnlichkeit oder Gleichheit der Gesinnungen beruht, so darf man wohl nicht ohne Grund die Hoffnung schöpfen und aussprechen, dass unser freundschaftliches Verhältniss auf festere Grundlage gestellt werde.

Das neue St. Galler Blatt, welches sich in einem freien Geiste bewegen will, muss dem Appenzeller schon darum willkommen sein, damit er Gelegenheit finde, an den Tag zu legen, dass er gerne und auch dort von Herzen spreche, wo sein Nachbar die wichtigsten Angelegenheiten des Vaterlandes verhandelt.

Der Appenzeller hat jetzt Stoff genug, um solches zu thun.Ein politischer Frühling ist für ihn gekommen; dort wo die Natur starr und todt zu sein schien, ist wieder Leben eingetreten.Es wäre wünschenswerth, wenn sich nun recht viele Appenzeller aufgemuntert fänden, in diesem Blatte ihre Wahrnehmungen niederzulegen.

Artikel aus dem St. Galler Blatt vom 03.01.1831

Quelle: http://www.schweizerpressearchive.ch/

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