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Baselland: Franzosen wollen Allschwil niederbrennen

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Das Bezirksverwaltereiamt Arlesheim, berichtet: vorgestern, 20 Juli, wurde ein Bürger von Allschwil, Namens Franz Josef Gürtler, ein Taglöhner, welcher auf seinem dicht an der Gränze, aber auf französischem Gebiete gelegenen Acker einen Schiebkarren voll Frucht holen wollte, vom Militär angehalten, nach Hüningen geführt und soll heute nach Altkirch transportirt werden.

Der Hauptmann der in Hägenheim gelegenen Truppen hat beim Herrn Präsidenten Vogt in Allschwil erklärt, dass sie beauftragt seien, alle basellandschaftlichen Bürger, welche versuchen würden, Früchte auf ihren auf französischen Gebiet gelegenen Feldern zu holen, zu ergreifen und nach Altkirch zu transportiren, wo sie dreimonatliche Thurmstrafe sollen auszustehen haben; auf diejenigen aber, welche die Flucht ergreifen, hätten sie Befehl zu schiessen.

Eine glaubwürdige Person erklärt, dass in der Nähe des Dorfes Allschwil ein Postenchef zu seinen Soldaten sagte: " Ihr wisst was ihr zu thun habt, wenn ein einziger Schuss gegen euch abgefeuert werden sollte, habt ihr sogleich das Dorf in Brand zu stecken." In dem selben Sinn hat sich ein marechal des logis, der in Bürgerskleidern im neuen Bade war, zu Landjäger Oberer ausgesprochen.

Sollte nun unvorsichtiger oder böswilliger in der Nähe eines französischen Wachtpostens ein Schuss fallen, so dürften rohe Auftritte nicht mehr länger auf sich warten lassen.

Artikel aus der St. Galler Zeitung vom Juli 1836

Quelle: http://www.schweizerpressearchive.ch/

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