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Schlaf ist die beste Medizin – Wie Eltern und Neugeborene am besten durchschlafen können

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Um einen herum ist es wohlig warm, jegliche Angespanntheit entflieht den Muskeln und die Gedanken entgleiten auf sanfteste Weise. Nur allzu willig begrüsst man den Zustand völligen Losgelöstseins und tiefen Friedens. Ein Zustand, der Alltag, Probleme, Aufgaben, Befürchtungen und To-do-Listen endlich für einige Stunden in ihre Schranken weist und das Tor zur wohlverdienten Entspannung öffnet.

Tatsächlich ist Gevatter Schlaf eine der wichtigsten Energiequellen des menschlichen Organismus und damit auch den meisten Menschen heilig. Es ist allgemein bekannt, dass Schlaf heilt, regeneriert und rumdum erneuert. So gilt es als wissenschaftlich erwiesen, dass im Schlaf das Gedächtnis gefestigt, das Immunsystem gestärkt und die Zellerneuerung angekurbelt wird. Nicht umsonst hat man als Kind zu hören bekommen, Schlaf sei die beste Medizin. Das alles zumindest, wenn er ungestört verläuft...

Doch gerade junge Eltern wissen, was es bedeutet, wenn ein plötzlicher Schrei, manchmal sogar nur ein leises Aufseufzen im Nachbarzimmer, die ersehnte Entspannung in weite Ferne rückt. Wacht das Kind unzählige Male in der Nacht auf und verlangt nach Aufmerksamkeit, gehen die Eltern oft nach wenigen Wochen sprichwörtlich auf dem Zahnfleisch. Umso wichtiger, dass man dafür sorgt, dass Kinder durchschlafen. Aber nicht nur in eigenem Interesse – auch den frischesten aller Erdenbürgern sollte möglichst viel und durchgängig Schlaf vergönnt sein.

Was sind also die Optionen und Hilfsmittel, die man als Eltern in der Hand hat? Tatsächlich besteht in den ersten acht Wochen kaum eine Chance, die Nacht durchgängig im Bett zu verbringen. In diesem Zeitraum haben Neugeborene einen äusserst leichten Schlaf: Sie müssen viele Eindrücke verarbeiten und das Gehirn vernetzt sich – Abläufe, die der Körper in der sogenannten REM-Phase erledigt. Daher verfallen Neugeborene kaum in den uns Erwachsenen so vertrauten Tiefschlaf, wachen öfter auf und wollen ihre Bedürfnisse nach Muttermilch oder frischen Windeln gestillt wissen. Doch circa ab der achten Woche lässt sich das Schlafverhalten des Kindes durchaus etwas steuern.

Feste Einschlafrituale sind für Kinder wie Neugeborene dabei sehr entscheidend. Es wird geraten, den immer gleichen Ablauf beim Hinlegen einzuhalten. Dazu gehört, abends einen Schlafanzug anzuziehen, der bei Schlafeinheiten am Tag nie zum Einsatz kommt. Auf diese Weise lässt sich dem Kind signalisieren, dass nun ein besonderer Abschnitt, nämlich die Nacht, beginnt. Wacht das Kind nachts auf, sollte das Füttern oder Wickeln möglichst nur bei gedämpften Licht und in Stille ablaufen. Im Verlauf der Zeit lernt das Neugeborene so den Unterschied zwischen Tag und Nacht kennen.

Aber es gilt eben auch: Wie man sich bettet, so liegt man... Genauso entscheidend wie das Prozedere an sich, ist auch der Schlafplatz der Kleinen. Das Bett hat die Aufgabe, Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln, es sollte daher stabil und mit einer bequemen Matratze ausgestattet sein. Nicht zu unterschätzen ist auch die Qualität des Lattenrostes – gerade in den Anfangswochen sind die Kleinen sehr sensibel.

Es sind also letzten Endes die kleinen Kniffe, mit denen sich Eltern ihre erholsamen Nächte zurückerobern können. Kniffe, die sich lohnen. Denn ein Kinderlächeln am Morgen ist immer ein Wunder – aber eben noch schöner, wenn man es aus ausgeschlafenen Augen sieht...

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